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Harte Urteile gegen Protestierende in Bahrain

Ungeachtet internationaler Kritik am Vorgehen der Justiz gegen die Opposition drohen erneut 36 schiitischen Demonstranten jahrelange Gefängnisstrafen.

ami
Die Proteste gehen weiter, wenn auch weniger explosiv als in anderen Ländern: Frauen an einer Demonstration von Schiiten in der Stadt Quraya.
Die Proteste gehen weiter, wenn auch weniger explosiv als in anderen Ländern: Frauen an einer Demonstration von Schiiten in der Stadt Quraya.
Keystone

In einem von insgesamt drei Prozessen verurteilte ein Sondergericht heute Montag 14 Männer wegen des Mordes an einem Pakistaner und der Teilnahme an «illegalen Versammlungen» zu 25 Jahren Haft, wie Militärstaatsanwalt Jussef Fulaifel nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur BNA mitteilte. Die Männer hätten den Pakistaner aus «terroristischer Absicht» totgeschlagen, hiess es.

In einem zweiten Prozess sprach das Gericht 15 Männer des versuchten Mordes an Soldaten, der Teilnahme an Demonstrationen und Akten des Vandalismus an der Universität von Bahrain schuldig. Nach Angaben der BNA müssen sie für 15 Jahre ins Gefängnis. In dem dritten Prozess mussten sich sieben weitere Mitglieder der Protestbewegung wegen des versuchten Mordes an mehreren Menschen an der Universität verantworten. Einer erhielt eine Haftstrafe von 18 Jahren, die sechs anderen wurden zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Bereits vergangene Woche waren dutzende Teilnehmer der wochenlangen Proteste verurteilt worden, die im Februar und März den kleinen Inselstaat erschüttert hatten. Die mehrheitlich schiitischen Demonstranten hatten von der sunnitischen Herrscherfamilie der al-Khalifa demokratische Reformen gefordert. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste mit Hilfe saudiarabischer Truppen wurden mindestens 24 Menschen getötet. Die harten Urteile gegen die Demonstranten trafen international auf breite Kritik.

(AFP)

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