Zum Hauptinhalt springen

Hilflose Friedensdiplomatie

Ägypten und Katar ringen um die Führungsrolle in Nahost.

MeinungVon Tomas Avenarius, Kairo
Offensive im Gazastreifen: Israelische Soldaten bewachen verdächtige Palästinenser. Foto: Reuters
Offensive im Gazastreifen: Israelische Soldaten bewachen verdächtige Palästinenser. Foto: Reuters

Der US-Aussenminister mit dem überbreiten Lächeln über dem Boxerkinn fliegt aufgeregt im Nahen Osten herum, der maskenhaft blickende UNO-Generalsekretär auch. In Kairo laufen sich John Kerry und Ban Ki-moon plangemäss im Büro des ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah al-Sisi über den Weg, bevor die beiden weiterjetten. Der junge Emir von Katar besucht derweil brav den alten König von Saudiarabien, der ziemlich schlecht auf ihn zu sprechen ist. Und in Doha setzen sich die Chefs der untereinander ebenfalls tief ver­feindeten Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah zusammen. Zwischendrin telefoniert jeder ausgiebig mit jedem. Dieser Zirkus, bekannt aus früheren Gazakriegen, nennt sich internationale Friedensdiplomatie.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen