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«Holt mich raus!»

Das 17-jährige jesidische Mädchen wurde im Irak von IS-Männern verschleppt und vergewaltigt. Dann aber fand Salma ein Mobiltelefon.

Tausende irakische Jesiden flohen im August ins Sinjargebirge, nachdem der Islamische Staat ihre Städte und Dörfer überrannt hatte. Foto: Emra Yorulmaz (Getty Images)
Tausende irakische Jesiden flohen im August ins Sinjargebirge, nachdem der Islamische Staat ihre Städte und Dörfer überrannt hatte. Foto: Emra Yorulmaz (Getty Images)

Ein paar Stunden, und sie hätte es geschafft. Auch ihr Bruder, ihre Schwägerin, die ganze Familie. Ein paar Stunden, die ihr Leben für immer veränderten. Sie gibt ein Interview in Bagdad, ihr erstes, manchmal lächelt sie. Danach verdüstert sich ihr Gesicht wieder: «Für mich ist immer Mitternacht.» Sie ist zu klein für eine 17-Jährige, eigentlich winzig. Sie nennt sich Salma. Ihren richtigen Namen sagt sie nicht. Und auch ihr Bild möchte sie nicht in der Zeitung sehen, weil andere Verwandte – irakische Jesiden wie sie – in der Gewalt des Islamischen Staates (IS) sind. So wie Salma es mehr als einen Monat lang war. Und dann entkam.

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