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«Im Mittleren Osten spielt sich zurzeit ein Genozid ab»

Aram I., armenisches Oberhaupt im Libanon, kämpft für die Anerkennung des Armenier-Genozids. Zu diesem Zweck bereist er derzeit auch die Schweiz.

Mit Aram I. sprach Michael Meier
Unermüdlich um Aufklärung bemüht: Aram I., hier im Theater Sain-Gervais in Genf. Foto: Catherine Leutenegger
Unermüdlich um Aufklärung bemüht: Aram I., hier im Theater Sain-Gervais in Genf. Foto: Catherine Leutenegger

Seine Heiligkeit, besteht zwischen der Verfolgung von armenischen Christen in der Türkei zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der ­jetzigen Repression der Christen im Mittleren Osten ein Zusammenhang?

Absolut. Ich würde nicht nur von Verfolgung und Repression sprechen, sondern von Genozid. Es ist nur eine andere Form des Völkermords, was heute im Irak und in Syrien passiert. Im Mittleren Osten spielt sich zurzeit ein Genozid an religiösen Minderheiten ab, nicht nur an ­Christen. Im Namen einer terroristischen und extremistischen Ideologie. Es ist die Wiederholung der Geschichte, die Wiederholung des Genozids. Gerade die Straflosigkeit und Nichtanerkennung des armenischen Völkermords kann dazu ­ermuntern, den Genozid fortzusetzen.

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