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Im Vorhof der Hölle

Elektroschocks, Aufhängen in schmerzhaften Positionen, Scheinhinrichtungen und sexuelle Übergriffe: Für arabische Regime zählt Folter zu den selbstverständlichen Machtinstrumenten.

«Die brutalen Methoden haben Muammar Ghadhafi überlebt»: Zwei Libyer im berüchtigten Abu-Salim-Gefängnis in der libyschen Hauptstadt Tripolis. (29. Juni 2012)
«Die brutalen Methoden haben Muammar Ghadhafi überlebt»: Zwei Libyer im berüchtigten Abu-Salim-Gefängnis in der libyschen Hauptstadt Tripolis. (29. Juni 2012)
Keystone

Im Orient wird weiterhin gefoltert. Die Weltorganisation gegen die Folter hat vergeblich gehofft, dass mit dem Arabischen Frühling das Ende der Marterstaaten gekommen sei. In Ägypten, ­Tunesien und Libyen, wo demokratische Wahlen stattgefunden haben, ist die systematische Quälerei nicht verschwunden. So haben Soldaten in Kairo nach Kundgebungen gefoltert, als Hosni Mubarak bereits gestürzt war.* In Tunesien, wo der Arabische Frühling begann, geht weiter die Angst vor Tortur um. ­Gefoltert würde zwar nicht mehr im ­Gebäude des Innenministeriums, heisst es in einem Bericht von Human Rights Watch. Aber auf den Polizeistationen käme es nun zu Misshandlungen.

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