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In der Hölle von al-Ghouta

Seit Montag werden die Menschen in Vororten von Damaskus pausenlos bombardiert. Viele dachten, der Krieg sei schon fast vorbei. Drei Gespräche mit Menschen in der einst blühenden Oase.

Paul-Anton Krüger, Dunja Ramadan
Unablässiger Beschuss: Ein Mann trägt ein verletztes Kind über die Trümmer demolierter Gebäude in al-Ghouta. Foto: Bassam Khabieh (Reuters)
Unablässiger Beschuss: Ein Mann trägt ein verletztes Kind über die Trümmer demolierter Gebäude in al-Ghouta. Foto: Bassam Khabieh (Reuters)

Amer al-Mohibany pustet ins Telefon, erst leise, dann lauter, «pffffffff». So klingt die Rakete, die sich nähert – und dann krachend einschlägt. Sind gerade Menschen gestorben? Er weiss es nicht, es ist zu gefährlich, auf die Strasse zu gehen. Seit 48 Stunden hört der 29-Jährige ständig dieses «Pfffffff», und dann wartet er, wo die Rakete diesmal einschlagen wird. Sein Herz klopft wieder so stark, dass er das Gefühl hat, sein Brustkorb werde gleich explodieren. Sekunden, die sich jedes Mal so anfühlen, als wären es die letzten seines Lebens. Ist er diesmal dran? Wird er gleich in seinem eigenen Haus von herunterfallenden Trümmern begraben? Wird er eines der Opfer sein?

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