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«In Mosul drohen Konflikte unter den Befreiern»

Auch nach der Vertreibung des IS aus Mosul werde der Irak nicht zur Ruhe kommen, sagt der irakische Menschenrechtler William Warda. Für Christen und Jesiden sieht er schwarz.

Mitglieder der chistlichen Miliz Kataeb Babylon (Brigaden von Babylon) nehmen mutmassliche IS-Mitglieder im Kloster Mar Benham südöstlich von Mosul fest.
Mitglieder der chistlichen Miliz Kataeb Babylon (Brigaden von Babylon) nehmen mutmassliche IS-Mitglieder im Kloster Mar Benham südöstlich von Mosul fest.
Safin Hamed, AFP
Ein Panzer der irakischen Armee rückt gegen Qara Tappa südöstlich von Mosul vor. (23. November 2016)
Ein Panzer der irakischen Armee rückt gegen Qara Tappa südöstlich von Mosul vor. (23. November 2016)
Felipe Dana, Keystone
Offiziere der kurdischen Peshmerga-Truppen beraten sich 50 Kilometer vor der Frontlinie bei Mosul. (21. Oktober 2016)
Offiziere der kurdischen Peshmerga-Truppen beraten sich 50 Kilometer vor der Frontlinie bei Mosul. (21. Oktober 2016)
Amel Pain, Keystone
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«Ich hoffe, dass ich mich irre», sagt William Warda. Der irakische Menschenrechtler befürchtet, dass die Gewalt auch nach der Rückeroberung der IS-Hochburg Mosul andauern wird. Es gebe keinen politischen Plan für die Zukunft von Mosul nach der Vertreibung des IS. «Wenn weder die irakische Regierung noch die Supermacht USA Sicherheit garantieren, drohen Machtkämpfe zwischen den Befreiern», erklärt Warda. «Möglich ist sogar ein offener Krieg zwischen den Befreiern», da diese unterschiedliche Interessen verfolgten. Zudem geht Warda davon aus, dass der IS auch nach der Vertreibung aus Mosul nicht aus dem Irak verschwinden wird. «Der IS wird in den Untergrund gehen, Zellen bilden und Terroranschläge verüben», sagt Warda, der 1961 in Mosul geboren wurde und dort einen Uni-Abschluss als Bauingenieur machte.

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