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Irak erhält Suchoi-Kampfjets

Russland liefert schneller als die USA: Die irakische Regierung erhält erstes Kriegsgerät im Kampf gegen die Isis-Jihadisten.

Sollen bald gegen irakische Terroristen im Einsatz stehen: Russische Soldaten beim Entladen eines Suchoi-Kampfjets in Bagdad. (29. Juni 2014)
Sollen bald gegen irakische Terroristen im Einsatz stehen: Russische Soldaten beim Entladen eines Suchoi-Kampfjets in Bagdad. (29. Juni 2014)
Reuters

Inmitten des Kampfes gegen die Jihadisten haben Iraks Streitkräfte nach eigenen Angaben eine erste Lieferung von fünf gebrauchten russischen Kampfflugzeugen erhalten. Die Jets seien bald einsatzbereit, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit.

Es wird erwartet, dass die irakische Luftwaffe die Maschinen vom Typ Suchoi Su-25 so schnell wie möglich für den Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Grosssyrien (Isis) einsetzen wird.

Für Bodenangriffe geeignet

Der Ministerpräsident des Irak, Nouri al-Maliki, hatte am Donnerstag bekannt gegeben, aus Russland mehr als ein Dutzend Suchoi-Flieger für schätzungsweise bis zu 500 Millionen Dollar zu kaufen. Die Flugzeuge sind besonders für Bodenangriffe ausgelegt.

Es ist aber unklar, ob die irakische Luftwaffe ausreichend für den Einsatz in den Maschinen ausgebildete Piloten hat. Das irakische Militär wartet auch noch auf eine bereits zugesagte Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen und Apache-Kampfhelikoptern aus den USA.

Bagdad bittet die USA zudem seit Wochen darum, sie im Kampf gegen die Extremisten mit Luftangriffen zu unterstützen. Washington verlegte zunächst jedoch nur 180 Militärberater in den Irak, um sich ein besseres Bild von der Lage zu machen und die einheimischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. US-Präsident Barack Obama hatte kürzlich «gezielte» Angriffe versprochen.

Offensive gegen Tikrit

Am Samstag sagte der russische Vizeaussenminister Sergei Riabkow seinerseits bei einem Besuch in Syrien, Russland werde dem Vormarsch der Islamisten im Irak «nicht tatenlos zusehen». Konkrete Schritte kündigte er aber nicht an.

Die irakische Armee hatte am Samstag eine Grossoffensive zur Rückeroberung der zentralirakischen Stadt Tikrit begonnen. Auf die Heimatstadt des früheren Machthabers Saddam Hussein rücken Tausende Soldaten vor, unterstützt werden sie von Kampfflugzeugen, Panzern und Artillerie.

Isis-Rebellen hatten die Stadt am 11. Juni in ihre Gewalt gebracht. Der Armeeeinsatz ist die bisher grösste Aktion der irakischen Streitkräfte seit dem Beginn der Isis-Offensive vor bald drei Wochen.

SDA

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