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Iraks TV zeigt Bilder von angeblichen Luftangriffen in Mosul

Greift die irakische Airforce die vorrückenden Jihadisten aus der Luft an? Das zumindest sollen Bilder beweisen, die vom irakischen Verteidigungsministerium stammen.

Soll ein Beweis für Luftangriffe sein: Luftaufnahme einer Kaserne nahe Mosul, in der sich angeblich Jihadisten der Isis aufhielten. (12. Juni 2014)
Soll ein Beweis für Luftangriffe sein: Luftaufnahme einer Kaserne nahe Mosul, in der sich angeblich Jihadisten der Isis aufhielten. (12. Juni 2014)
AFP
Die Luftangriffe werden laut diesen Bildern auch in der Nähe von Gebieten ziviler Nutzung geflogen.
Die Luftangriffe werden laut diesen Bildern auch in der Nähe von Gebieten ziviler Nutzung geflogen.
Keystone
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Laut Medienberichten sollen die irakischen Jihadisten aus der Luft angegriffen werden. Der Staatssender in Bagdad zeigte entsprechende Bilder, die wiederum vom Verteidigungsministerium stammen. Derweil heisst es in türkischen Medien, die türkische Armee würde mit Drohnen über die umkämpften Gebiete fliegen. Offizielle Bestätigungen für die Meldungen gab es bislang nicht.

Washington hält sich bislang noch zurück. Trotzdem sagt US-Präsident Barack Obama: «Wir haben einen Anteil daran sicherzustellen, dass diese Jihadisten nicht dauerhaft Fuss fassen.» Die irakische Führung hatte die USA diese Woche um die Bereitstellung von Drohnen und bemannter Luftwaffe gebeten.

Video des irakischen Verteidigungsministeriums, das angebliche Luftschläge gegen Stellungen der Jihadisten in Baiji und Mosul zeigt. Quelle: Youtube/Iraqi Mod

USA zögern

Laut US-Regierungskreisen prüft der US-Präsident diese Bitte und wird in den kommenden Tagen darüber entscheiden. Vizepräsident Joe Biden versprach dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki in einem Telefonat eine intensivierte und beschleunigte Unterstützung im Kampf gegen Aufständische.

Nach Mossul und Tikrit haben es die Extremisten auf die irakische Hauptstadt abgesehen. Die internationale Gemeinschaft ist besorgt. US-Präsident Obama erwägt knapp drei Jahre nach dem Abzug sogar ein neuerliches militärisches Eingreifen.

Die Nato will nicht eingreiffen

Nach der blitzartigen Eroberung mehrerer Grossstädte durch islamistische Rebellen gerät die Lage im Irak zunehmend ausser Kontrolle. Die Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien kündigte einen Marsch auf die Hauptstadt Bagdad an. Die internationale Gemeinschaft versprach dem Land Hilfe, ohne bislang jedoch konkret zu werden. US-Präsident Barack Obama prüft eine Reihe kurzfristiger militärischer Optionen, darunter auch Luftangriffe.

Unterdessen evakuierten die USA jedoch den Luftwaffenstützpunkt Balad nördlich von Bagdad als Reaktion auf den schnellen Vormarsch der Rebellen. Auch ein Ausbildungsprojekt für irakische Soldaten wurde ausgesetzt.

Die Nato und Grossbritannien schlossen unterdessen einen militärischen Eingriff aus. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, er sehe keine Rolle seines Militärbündnisses in dem Land. Der britische Aussenminister William Hague sagte, Grossbritannien könne humanitäre Hilfe anbieten. Grossbritannien werde aber jede Entscheidung der USA in Bezug auf die Lage im Irak mittragen.

SDA/cpm

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