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Iran feiert sein erstes AKW

Iranische und russische Regierungsvertreter haben das erste Atomkraftwerk des Mullah-Regimes eingeweiht. Doch der Vollbetrieb verzögert sich weiter.

Heute nimmt Bushehr seinen regulären Betrieb auf: Bereits am 21. August 2010 wurde das AKW mit einer Zeremonie eingeweiht (Bild vom 20. August 2010).
Heute nimmt Bushehr seinen regulären Betrieb auf: Bereits am 21. August 2010 wurde das AKW mit einer Zeremonie eingeweiht (Bild vom 20. August 2010).
Keystone

Das AKW Bushehr ist heute hochgefahren und damit auch in Dienst genommen worden, berichtete der Nachrichtensender Chabar. Zur Einweihung waren unter anderem Irans Aussenminister Ali Akbar Salehi und der russische Energieminister Sergej Schmatko anwesend.

Das mit russischer Hilfe erbaute Akw werde allerdings frühestens Anfang kommenden Jahres die volle Leistung erreichen, zitierte die Webseite des Staatsfernsehens Mohammed Ahmadian von der iranischen Atomenergie-Behörde. Die Sicherheit sei wichtiger als der Zeitplan, sagte Ahmadian, der in der Behörde für Atomkraftwerke zuständig ist. Dabei bezog er sich auf die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März.

Abschaltung für Generalinspektion

Ursprünglich sollte Buschehr im Süden des Irans bereits im Dezember 2010 an Netz gehen. Aber erst im September dieses Jahres wurde Buschehr hochgefahren und erzeugte 60 Megawatt. Laut Fahrplan sollte das Akw Mitte September 400 Megawatt erreichen und Ende November die Höchstleistung von 1000 Megawatt liefern.

Ahmadian sagte, dass der Reaktor zuvor jedoch für mehrere Wochen wieder abgeschaltet werden müsse, um ihn herunterzukühlen und anschliessend eine Generalinspektion zu ermöglichen.

Projekt mit zahlreichen Verzögerungen

Mit dem Bau der Anlage hatte 1975 der deutsche Siemens-Konzern begonnen. Das Projekt wurde jedoch durch die Islamische Revolution 1979 und den Krieg zwischen dem Iran und dem Irak (1980 bis 1988) gestoppt. 1995 übernahm Russland die Arbeiten an der Anlage. In den Folgejahren kam es immer wieder zu Verzögerungen bei der Fertigstellung.

Gründe waren technische, finanzielle und politische Schwierigkeiten. Das Projekt in Buschehr wird vom Westen argwöhnisch verfolgt. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Teheran betont den zivilen Nutzen seines Atomprogramms.

SDA/ afp/rub

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