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Iranischer Filmemacher muss ins Gefängnis

Weil er dem geistlichen Führer Ayatollah Ali Khamenei einen kritischen Brief schickte, ist Mohammad Nourizad zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Er habe Propaganda verbreitet, so das Urteil.

Ein Gericht im Iran hat einen prominenten Filmemacher wegen seiner Rolle bei den Protesten nach der Präsidentenwahl laut einem Zeitungsbericht zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Mohammad Nourizad sei wegen Verbreitung von Propaganda gegen die Geistlichkeit und Beleidigung der Staatsführung schuldig gesprochen worden, berichtete die der Reformbewegung nahestehende Tageszeitung «Schark» am Sonntag.

Nurisad wurde im November festgenommen, nachdem er einen Protestbrief an den obersten geistlichen Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, geschrieben hatte. Darin forderte er Khamenei auf, sich für das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten im Zusammenhang mit den Massenprotesten gegen den umstrittenen Ausgang der Präsidentenwahl vom Juni zu entschuldigen. Bei der Niederschlagung der Proteste kamen mehr als 80 Demonstranten ums Leben. Mehr als 100 Anhänger der Opposition wurden seither vor Gericht gestellt, ein Dutzend zum Tod verurteilt.

ddp/oku

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