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Islamisten greifen kurdisches Flüchtlingslager an

Berichten zufolge nehmen die Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien nun auch Flüchtlingscamps unter Beschuss. Mindestens zwei Menschen wurden getötet.

Nun geraten offenbar auch Flüchtlinge unter Beschuss: Ein kurdisches Flüchtlingslager im türkischen Suruc mit Bewohnern von Kobane. (17. Oktober 2014)
Nun geraten offenbar auch Flüchtlinge unter Beschuss: Ein kurdisches Flüchtlingslager im türkischen Suruc mit Bewohnern von Kobane. (17. Oktober 2014)
Kai Pfaffenbach, Reuters

Bei den Kämpfen um die nordsyrische Kurdenstadt Kobane hat die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) offenbar ein kurdisches Flüchtlingslager beschossen. Dabei wurden mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Organisation mit Sitz in Grossbritannien, die den Regierungsgegnern in Syrien nahesteht, bezieht ihre Informationen von einem Netz von Aktivisten und Ärzten vor Ort.

Kobane wird von den syrischen Kurden erbittert verteidigt. Dabei werden diese von kurdischen Peschmerga aus dem Nordirak, Kämpfern der gemässigten Freien Syrischen Armee sowie der US-Luftwaffe unterstützt. Auch im übrigen Syrien führte die US-geführten Koalition Luftangriffe gegen den IS. In der östlichen Region Deir Essor seien zwei Menschen bei Angriffen auf ein Ölfeld und einen Kontrollposten der Jihadisten getötet worden, teilte Beobachtungsstelle mit.

Rebellen in Bedrängnis

Auch die syrischen Streitkräfte greifen ihre Gegner aus der Luft an. Im Osten von Damaskus kommen die syrischen Rebellen deswegen zunehmend in Bedrängnis. Die Luftschläge konzentrierten sich am Samstag auf die Regionen Ghuta und Duma.

Mindestens 14 Menschen, darunter 5 Kinder, seien dabei getötet worden, so die Beobachtungsstelle. Seit Anfang November habe die Luftwaffe von Präsident Baschar al-Assad 280 Angriffe auf Rebellenstützpunkte geflogen.

Der in Damaskus lebende Aktivist Thair al-Schami berichtete der Nachrichtenagentur dpa von heftigen Zusammenstössen zwischen Regierungstruppen und Rebelleneinheiten im ebenfalls östlich der Hauptstadt gelegenen Dschubar. Die Armee sei dabei von verbündeten schiitischen Hisbollah-Kämpfern aus dem Libanon unterstützt worden.

SDA/thu

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