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Israel meldet militärische Erfolge – zwei Soldaten sterben

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben wichtige strategische Errungenschaften der Hamas zerstört. Es verzeichnet jedoch auch Verluste: Bei einem Angriff starben zwei Soldaten.

Feiern sich als Sieger: Palästinenser in Gaza-Stadt nach der Einigung auf die Waffenruhe. (26. August 2014)
Feiern sich als Sieger: Palästinenser in Gaza-Stadt nach der Einigung auf die Waffenruhe. (26. August 2014)
AP Photo/Khalil Hamra, Keystone
Jubel in Gaza-Stadt: Eine Familie in einem Auto. (26. August 2014)
Jubel in Gaza-Stadt: Eine Familie in einem Auto. (26. August 2014)
AP Photo/Adel Hana, Keystone
Public Viewing der besonderen Art: Israelis sitzen auf einem Sofa auf einem Hügel der Stadt Sderot und blicken in Richtung Gazastreifen. (12. Juli 2014)
Public Viewing der besonderen Art: Israelis sitzen auf einem Sofa auf einem Hügel der Stadt Sderot und blicken in Richtung Gazastreifen. (12. Juli 2014)
Lefteris Pitarakis, Keystone
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Bei der Offensive im Gazastreifen meldet Israel militärische Erfolge. «Hamas und andere Terrororganisationen wurden hart, schmerzhaft und umfassend getroffen», sagte Militärchef Benny Gantz. Doch die Opferzahl steigt und steigt. Die Palästinenser zählten bis Samstag mehr als 330 Tote, darunter Frauen und Kinder. In Israel starben ein Zivilist und zwei Soldaten. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich in der Region für einen Waffenstillstand einsetzen.

Bereits seit 8. Juli gibt es Kämpfe zwischen Israel und Extremisten der im Gazastreifen regierenden Hamas und anderer Gruppen. Diese haben in den vergangenen Wochen mehr als 1600 Raketen auf Israel abgeschossen. Israel führte im Gegenzug 2350 Luftangriffe auf das Palästinensergebiet. In der Nacht zum Freitag folgte eine Bodenoffensive mit Tausenden Soldaten, Panzern und schwerem Gerät.

Luftangriffe intensiviert

Am Samstag habe Israel seine Luftangriffe auf den Norden des Gazastreifens intensiviert, meldeten die palästinensischen Behörden. Es habe zahlreiche zivile Opfer geben, darunter eine Mutter und vier Kinder. Dutzende Verletzte seien ins Krankenhaus von Beit Lahija gebracht worden. Nach Darstellung der Palästinenser ist jedes fünfte Todesopfer ein Kind.

Trotz der hohen Opferzahlen in den eigenen Reihen beschworen radikale Palästinenser die Fortsetzung des Kampfes. «Das palästinensische Volk im Gazastreifen wird sich dem Feind nicht ergeben und wird nicht die weisse Flagge hissen», sagte Siad Nachala von der Organisation Islamischer Jihad im palästinensischen Radio.

Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Dimona wurde ein 30-jähriger Israeli getötet und vier weitere verletzt. Nach israelischen Angaben drangen zudem erneut palästinensische Militante über einen Tunnel nach Israel ein und eröffneten das Feuer auf Soldaten. Zwei von ihnen wurden dabei getötet. Ihre Kameraden schossen zurück und töteten ihrerseits einen Angreifer, wie es hiess. Die übrigen flohen, zurück nach Gaza.

13 Tunnel aufgespürt, 1100 Raketenwerfer getroffen

Das israelische Militär hält die Offensive dennoch für wirkungsvoll. «Wir haben die beiden wichtigsten strategischen Errungenschaften der Hamas schwer getroffen: die Raketen und diese Tunnel», sagte Sprecher Peter Lerner. So seien nicht nur 13, teils bis zu 30 Meter tiefe Tunnel der Hamas aufgespürt worden. Bei Luftangriffen seien auch 1100 Raketenwerfer getroffen worden.

Wie lange die Bodenoffensive dauern soll ist unklar. Ursprünglich wurde ein Zeitrahmen von bis zu zwei Wochen genannt. Doch Generalstabschef Gantz bat bei einem Truppenbesuch um «strategische nationale Geduld», damit die Operation zu Ende geführt werden könne.

UNO-Chef Ban kündigte für Samstag eine Reise in die Region an, liess aber offen, in welche Länder. Ägypten warb erneut für seinen von der Hamas abgelehnten Schlichtungsplan. «Diese Initiative ist immer noch eine Chance für beiden Seiten, das Feuer einzustellen und das Blutvergiessen zu beenden», sagte Aussenminister Sameh Schukri am Samstag. «Wir hoffen, dass beide Seiten sie akzeptieren.»

AP/bru

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