Zum Hauptinhalt springen

Israel zieht Diplomaten aus der Türkei ab

Nach dem Angriff auf ein Schiff vor der Küste Gazas fürchtet der Staat um die Sicherheit seiner Vertreter in der Türkei. Der türkische Premier Erdogan warnt Israel mit scharfen Worten.

Wut auf Israel: Demonstranten in der Nacht auf heute Mittwoch vor dem israelischen Konsulat in Istanbul.
Wut auf Israel: Demonstranten in der Nacht auf heute Mittwoch vor dem israelischen Konsulat in Istanbul.

Das israelische Aussenministerium hat sämtliche Diplomatenfamilien in Ankara und Istanbul zur Heimkehr aufgefordert. Das berichten die israelische «Haaretz» sowie verschiedene türkische Medien. Israel fürchtet demnach nach den heftigen Protesten in der Türkei um die Sicherheit seiner Vertreter in dem Land. Nach bisherigen Erkenntnissen starben bei dem israelischen Angriff auf das Schiff Mavi Marmara am Montag vor der Küste Gazas neun pro-palästinensiche Aktivisten, darunter vier türkische Staatsangehörige.

Manche der Diplomatenfamilien seien bereits in Israel angekommen, schreibt «Haaretz». Andere würden heute Mittwoch erwartet. Laut dem Blatt haben manche der Familien aufgrund «zunehmend feindlicher Stimmung» die israelische Regierung von sich aus um eine Ausreise gebeten.

In den Tagen seit dem Angriff haben Tausende Türken gegen das israelische Vorgehen demonstriert und dabei teilweise «Tod für Israel» skandiert. Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan wirft Israel vor, ein «blutiges Massaker» auf dem Schiff veranstaltet zu haben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch