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Israelisches Fahrzeug auf dem Golan zerstört

Die syrischen Truppen haben das Feuer auf ein Militärfahrzeug von Israel eröffnet. Das Gefährt habe die Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen überquert. Derweil schlugen im Libanon acht Granaten aus Syrien ein.

Das Fahrzeug sei auf den Ort Bir-Adsham zugefahren: Ein israelisches Gefährt in den Händen von syrischen Streitkräften.
Das Fahrzeug sei auf den Ort Bir-Adsham zugefahren: Ein israelisches Gefährt in den Händen von syrischen Streitkräften.
Reuters

Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben ein israelisches Militärfahrzeug auf den Golanhöhen zerstört. Das Fahrzeug habe die Waffenstillstandslinie überquert und sei auf den Ort Bir-Adsham im syrischen Teil der Golan-Höhen zugefahren, erklärte der syrische Generalstab im Staatsfernsehen.

Die Streitkräfte hätten das Fahrzeug «mit allem, was es transportierte», zerstört. In der Mitteilung wurden keine Angaben dazu gemacht, wann sich der Vorfall abgespielt haben soll.

Mehrere Zwischenfälle auf den Golanhöhen

Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, eine israelische Patrouille sei in der Nacht auf Dienstag auf den Golanhöhen von Syrien aus unter Beschuss genommen worden. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert. Das Fahrzeug der Patrouille sei bei dem Vorfall beschädigt worden, es gebe auf israelischer Seite aber keine Verletzten. Beim Zurückfeuern hätten die Israelis die Quelle der Schüsse auf syrischer Seite getroffen.

Im Syrien-Konflikt hat es immer wieder Zwischenfälle auf den Golanhöhen gegeben, die Befürchtungen über eine Ausweitung des Konflikts schürten. Zuletzt waren wiederholt UNO-Soldaten, die die Waffenstillstandslinie zwischen den beiden verfeindeten Staaten überwachen, von syrischen Rebellen verschleppt worden. Israel hatte den strategisch wichtigen Landstrich im Sechs-Tage-Krieg von 1967 besetzt. Im Jom-Kippur-Krieg 1973 scheiterte Syrien mit der Rückeroberung des Höhenzuges.

Granateneinschlag im Libanon

Der Bürgerkrieg in Syrien bringt auch dem Nachbarland Libanon Tod und Schrecken. Heute wurden acht Menschen verletzt, als im grenznahen Bezirk Akkar acht Granaten einschlugen, die von Syrien aus abgefeuert worden waren. Unter den Verletzten seien mehrere syrische Flüchtlinge, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Am Montag war in der nordlibanesischen Stadt Tripoli ein Soldat getötet worden, als die Armee versucht hatte, Gefechte zwischen libanesischen Gegnern und Anhängern des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu beenden.

Bewaffnete Libanesen sind auch in Syrien präsent. In den vergangenen Tagen waren Kämpfer der mit Assad verbündeten Schiiten-Miliz Hizbollah von Rebellen in der syrischen Kleinstadt al-Kusair getötet worden. Gruppen sunnitischer Kämpfer wiederum kämpfen auf der Seite der syrischen Rebellen.

AFP/wid

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