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Israels falsche Empörung

Die Soldatin Eden Abergil ist die falsche Adresse für Empörung. Die Verantwortung tragen die Spitzen von Armee und Staat.

Die Soldatin und der zur Schau gestellte Gefangene: Soldatin Eden Abergil ist sich keiner Schuld bewusst.
Die Soldatin und der zur Schau gestellte Gefangene: Soldatin Eden Abergil ist sich keiner Schuld bewusst.
Reuters

Eine zwanzigjährige israelische Soldatin sitzt lächelnd neben gefesselten Palästinensern, denen man die Augen verbunden hat. Eden Abergil, so heisst sie, hat mehrere solcher Bilder auf ihre Facebook-Seite gestellt und überschrieben mit «Der Militärdienst: die beste Zeit meines Lebens». Die Bilder rasten im Internet um die Welt und haben nicht nur im Ausland, sondern auch in Israel für Empörung gesorgt. Eden, die beim Wachdienst an der Grenze zu Gaza eingesetzt war, hat den Dienst vor einem Jahr beendet. Sie versteht auch heute nicht, wie man sich aufregen kann: «Ich habe nichts Unrechtes getan», sagt sie, «und ich habe doch auch keine politische Aussage gemacht.»

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