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Jakob Kellenberger besucht syrische Gefangene

Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) erhielt zum ersten Mal Zugang zu einem syrischen Gefängnis. IKRK-Präsident Jakob Kellenberger forderte Präsident Assad auf, allen Verletzten und Kranken Hilfe zu gewähren.

Austausch von Nettigkeiten beim Fototermin: Jakob Kellenberger und Bashar Assad.
Austausch von Nettigkeiten beim Fototermin: Jakob Kellenberger und Bashar Assad.
Keystone

«Wir konnten zwar nur Gefangene des Innenministeriums in Damaskus besuchen, hoffen aber, dass wir bald Zugang zu allen syrischen Gefangenen bekommen werden», wurde IKRK-Präsident Jakob Kellenberger, der für zwei Tage in Syrien zu Besuch war, in einem Communiqué zitiert. Es handle sich um einen wichtigen Schritt bei den humanitären Bemühungen des IKRK in Syrien.

Kellenberger schloss seinen Syrien-Besuch am Montagmorgen mit einem Treffen mit Präsident Bachar al-Assad ab. Die Diskussionen hätten sich um die Entwicklung der Lage seit Juni gedreht. Im Juni war Kellenberger letztmals in Syrien gewesen.

Verletzte und Kranke versorgen

Kellenberger begrüsste die Fortschritte, welche vom IKRK beim Zugang zu den von Gewalt betroffenen Zonen erzielt wurden. Die wichtigste Aufgabe bestehe nun darin, dass die Verletzten und Kranken mit ärztlicher Hilfe versorgt werden.

Das IKRK hat seit Juni Zugang zu Gebieten, in denen die Regierungstruppen gegen die aufständische Bevölkerung vorgehen. In mehreren Städten können die IKRK-Vertreter medizinische Hilfe leisten und zusammen mit dem syrischen Roten Halbmond Nahrungsmittel an Tausende von Vertriebenen verteilen.

In Ruhe arbeiten

Kellenberger verlangte von den syrischen Behörden, dass das medizinische Personal seine Arbeit in Sicherheit ausüben kann. Das IKRK wird seine Beobachtungen in den syrischen Gefängnissen nicht öffentlich machen, sondern lediglich die syrischen Behörden vertraulich mit den Ergebnissen konfrontieren.

SDA/pbe

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