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Jordanien will Piloten befreien

Die jordanische Regierung ist entschlossen, den von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefangen genommenen Piloten wieder nach Hause zu bringen.

Ein «Gast in den Händen von Brüdern», hofft der Vater: Ein vom IS veröffentlichtes Bild zeigt angeblich, wie der gefangene Pilot abgeführt wird. (24. Dezember 2014)
Ein «Gast in den Händen von Brüdern», hofft der Vater: Ein vom IS veröffentlichtes Bild zeigt angeblich, wie der gefangene Pilot abgeführt wird. (24. Dezember 2014)
AFP

Die jordanische Regierung bemühe sich mit mehreren Krisenstäben um die Befreiung des 26-jährigen Jordaniers Maas Kassasbeh, berichtete die Regierungszeitung «Al-Rai» am Donnerstag. Der Vater des Piloten, Safi Jussef Kassasbeh, bat den IS um «Gnade» für seinen Sohn. «Wir gehen davon aus, dass Maas ein Gast in den Händen von Brüdern ist», sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Jordanische Militärkreise und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatten am Mittwoch berichtet, dass der IS einen jordanischen Kampfjet bei der ostsyrischen Stadt Al-Rakka abgeschossen und den Piloten als Geisel genommen habe. Auch die Terrormiliz selbst erklärte, für den Abschuss verantwortlich zu sein. Die USA dementierten dies jedoch.

Erster verlorener Jet

Jordanien beteiligt sich an der US-geführten Offensive gegen den IS, der mittlerweile weite Teile in Syrien und im Irak kontrolliert. Es ist das erste Mal seit dem Beginn der Luftangriffe gegen den IS im August, dass die internationale Koalition ein Kampfflugzeug verliert.

Ein von AFP kontaktierter IS-Kämpfer in Al-Rakka hatte am Mittwoch gesagt, die Extremisten seien uneins über den Umgang mit dem Piloten. Einige wollten ihn töten, andere wollten ihn am Leben lassen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Gefangennahme des Piloten und forderte eine würdevolle Behandlung des Mannes.

Engere Kooperation

Die Türkei und der Irak wollen im Kampf gegen den IS enger zusammenarbeiten. Die Türkei sei bereit, ihre Militärhilfe bei der Ausbildung irakischer Kämpfer auszuweiten, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem irakischen Kollegen Haider al-Abadi.

Abadi deutete an, die Türkei sei möglicherweise auch zur Lieferung von Waffen bereit. Die Regierung in Ankara lehnt eine herausgehobene Rolle bei der von den USA angeführten Luftoffensive gegen den IS mit der Begründung ab, Luftschläge allein brächten keine dauerhafte Stabilität.

(SDA)

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