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Kerry beschuldigt IS des Genozids

Der US-Aussenminister wirft der Terrormiliz Islamischer Staat Völkermord an Christen und anderen Minderheiten in Syrien und im Irak vor.

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Nach heftiger Kritik zu einem Urteil gedrängt: John Kerry anlässlich einer Rede in Washington. (9. März 2016)
Nach heftiger Kritik zu einem Urteil gedrängt: John Kerry anlässlich einer Rede in Washington. (9. März 2016)
Susan Walsh, Keystone

Die Vereinigten Staaten haben die Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegen Christen, Jesiden und Schiiten in Syrien und im Irak als «Völkermord» eingestuft.

Die IS-Miliz sei «völkermörderisch in ihrem Selbstverständnis, in ihrer Ideologie und in ihrem Handeln», sagte US-Aussenminister John Kerry heute in Washington. Die Jihadisten würden ausserdem «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» begehen.

Kerry zu Urteil aufgefordert

Das US-Repräsentantenhaus hatte die Regierung am Montag in einer einstimmig verabschiedeten Resolution aufgefordert, die Gräueltaten der IS-Miliz offiziell als «Völkermord» zu bezeichnen. Die Jihadisten kontrollieren weite Landesteile im Irak und in Syrien und riefen in den von ihnen beherrschten Gebieten einen islamischen Gottesstaat aus.

Die USA fliegen seit dem Sommer 2014 gemeinsam mit Verbündeten Luftangriffe auf IS-Stellungen. Für den Kampf am Boden setzt Washington auf die irakischen Streitkräfte, kurdische Verbände sowie die gemässigte Opposition gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Sie werden von US-Spezialkräften unterstützt.

(SDA)

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