Zum Hauptinhalt springen

Kreml-Gegner scheitert mit Klage gegen Putin

Alexej Nawalny wirft dem russischen Präsidenten Korruption vor. Er soll einer Firma mit 1,5 Milliarden Euro geholfen haben – obwohl seine Tochter mit einem Teilhaber verheiratet ist.

Sitzt sicher in seinem Amt: Wladimir Putin an einer Pressekonferenz in Ulan-Ude, Südsibirien. (11. April 2013)
Sitzt sicher in seinem Amt: Wladimir Putin an einer Pressekonferenz in Ulan-Ude, Südsibirien. (11. April 2013)
AP Photo/RIA Novosti, Alexei Nikolsky, Presidential Press Service,, Keystone

Die Klage des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gegen Staatschef Wladimir Putin wegen Verstosses gegen das Antikorruptionsgesetz ist abgewiesen worden. Das zuständige Gericht in Moskau verwies am Freitag auf die Immunität des Präsidenten.

Der prominente Regierungsgegner hatte Putin in der Klageschrift beschuldigt, das Gesetz zur Korruptionsbekämpfung verletzt zu haben, wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete. Der Präsident habe dem russischen Petrochemie-Konzern Sibur im vergangenen Oktober öffentliche Finanzhilfen von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro zukommen lassen, obwohl einer der Hauptaktionäre des Unternehmens mit seiner Tochter verheiratet sei. Es sei offensichtlich, dass es sich um einen «Interessenkonflikt» handle, schrieb Nawalny nach der Entscheidung des Gerichts in seinem Blog.

Kampf gegen Korruption

Putin, dessen Privatleben für russische Medien tabu ist, hatte bei seiner Jahrespressekonferenz im Dezember erklärt, dass seine beiden Töchter Maria und Katerina weder unternehmerisch noch politisch aktiv seien.

Nawalny ist ein prominenter Blogger und Anwalt, der seit Jahren die Korruption in Russland anprangert. Er musste sich bereits mehrfach vor Gericht verantworten und wurde Ende 2014 wegen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nawalny betrachtet die Prozesse als politisch motiviert.

SDA/afo

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch