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Libyen, das Schlepper-Eldorado

Solange es in Tripolis keine stabile Führung gibt, bleibt das Geschäft mit Menschenleben lukrativ. Europa muss helfen, das Gewaltmonopol des Staates wiederherzustellen.

Diese Menschen wurden von der libyschen Küstenwache auf dem Meer gerettet.
Diese Menschen wurden von der libyschen Küstenwache auf dem Meer gerettet.
Ismail Zitouny, Reuters

Barack Obama hat es als den «grössten Fehler» seiner Präsidentschaft bezeichnet, in Libyen keinen Plan für die Zeit nach dem Sturz von Diktator Muammar al-Ghadhafi gehabt zu haben. Die Militärintervention verteidigte er – aber die Probleme begannen am Tag danach. Ausbügeln müssen diese Probleme nun vor allem die Europäer, von denen Frankreich und Grossbritannien damals freilich zu den treibenden Kräften des Einsatzes gehörten. Europa tut nun aber gut daran, sich aus eigenem Interesse an den Aufräumarbeiten zu beteiligen. Ob Libyen stabilisiert werden kann oder ob das Land tatsächlich zerfällt, ist nicht entschieden.

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