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«Libyen steht vor dem Zerfall»

Zwei Jahre nach dem Sturz von Muammar al-Ghadhafi herrscht in Libyen laut einem Nato-Bericht das Chaos. Die Regierung habe deshalb um Hilfe gebeten.

Die Stimmung im Land ist angespannt: Ein Libyer zeigt eine leere Patronenhülse, die von einem Angriff auf die Polizeistation Alhadek übrig geblieben ist. (Mai 2013)
Die Stimmung im Land ist angespannt: Ein Libyer zeigt eine leere Patronenhülse, die von einem Angriff auf die Polizeistation Alhadek übrig geblieben ist. (Mai 2013)
AFP

Libyens Regierung hat von der Nato nach einem internen Bericht des Bündnisses militärische Unterstützung erbeten, um ein Abgleiten des Landes ins völlige Chaos zu verhindern. Zwei Jahre nach dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi stehe das nordafrikanische Land vor dem Zerfall.

«Armee und Polizei sind derzeit nicht in der Lage, die Sicherheit für das Land zu garantieren», zitiert «Spiegel Online» aus dem Bericht einer Nato-Delegation, die Ende Juni das Land bereiste. Dies machten sich kriminelle Banden und radikale Islamisten zunutze. In Libyen befinde sich «das weltweit grösste ungesicherte Arsenal von Waffen», darunter Minen, Munition sowie tragbare Flugabwehrsysteme.

Furcht vor Kompetenzstreitigkeiten

Die Regierung in Tripolis habe die Nato gebeten, den Aufbau einer bis zu 35'000 Mann umfassenden Nationalgarde zu unterstützen. Doch die Nato befürchte Kompetenzstreitigkeiten im Land. Generell mangele es den Regierungsstellen an der «Fähigkeit, Rat aufzunehmen und umzusetzen».

Anfang Juni hatte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen angekündigt, «so rasch wie möglich» Experten nach Libyen zu schicken, um die Ausbildung und Beratung libyscher Militärs vorzubereiten. Nach dem Ausbruch von Massenprotesten hatte die Nato Ende März 2011 eine Flugverbotszone über Libyen eingerichtet und Luftangriffe gegen Ziele in Libyen geflogen. Machthaber Muammar al-Gaddafi wurde im Oktober 2011 von Aufständischen gefasst und getötet.

SDA/fko

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