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M23-Rebellen fliehen nach Ruanda

Wegen heftiger interner Kämpfe sind rund 600 Kämpfer der Rebellenorganisation M23 aus dem Kongo nach Ruanda geflohen. Unter ihnen befindet sich auch ihr entmachteter Anführer Jean-Marie Runiga.

Etwa 600 Mitglieder der Rebellenorganisation M23 sind angesichts heftiger interner Kämpfe im Osten Kongo-Kinshasas ins Nachbarland Ruanda geflohen. Unter den geflohenen Rebellen befindet sich laut Regierungsangaben auch der kürzlich entmachtete M23-Präsident Jean-Marie Runiga.

Die Kämpfer seien entwaffnet, Verletzte in die Obhut des Roten Kreuzes übergeben worden, teilte Ruandas Aussenminister Louise Mushikiwabo in Kigali mit. Runiga sei zu seiner eigenen Sicherheit von den anderen geflohenen Rebellen getrennt untergebracht worden, heisst es in der Stellungnahme des Ministers.

Von der Armee losgesagt

Runiga wird von anderen M23-Fraktionen vorgeworfen, mit dem vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen gesuchten M23-Gründer Bosco Ntaganda zusammenzuarbeiten. Der neue M23-Chef Bertrand Bisiimwa hatte bereits an den Friedensgesprächen der M23 mit der kongolesischen Regierung in der ugandischen Hauptstadt Kampala teilgenommen.

Die M23 war von früheren Rebellen gegründet worden, die 2009 in die Armee integriert worden waren. Sie hatten sich am Ende aber losgesagt, weil die Regierung in Kinshasa angeblich Versprechungen nicht eingehalten habe.

Kongos Regierung und die Vereinten Nationen haben Uganda und Ruanda wiederholt vorgeworfen, die Rebellen zu unterstützen. Beide Länder haben dies stets bestritten.

SDA/kpn

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