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Mehrere Tote bei Anschlag auf Moschee in Saudiarabien

Ein Täter hat in Abha eine Bombe gezündet. Ziel des Anschlags sind offenbar gläubige Polizisten gewesen.

Ein Bild der Verwüstung in der Moschee: Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort. (6. August 2015)
Ein Bild der Verwüstung in der Moschee: Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort. (6. August 2015)
Ho, AFP

Bei einem Bombenanschlag auf eine Moschee in Saudiarabien sind am Donnerstag mindestens 15 betende Menschen in den Tod gerissen worden. Nach Angaben des Innenministeriums deuten erste Ermittlungen darauf hin, dass der Anschlag von einem Selbstmordattentäter mit einer Sprengstoffweste verübt wurde. Es sprach zunächst von 13 Toten, zehn davon seien Mitglieder der Sicherheitskräfte gewesen. Sicherheitskreise sagten später der Nachrichtenagentur AP, der Tod zweier weiterer Sicherheitsbeamter sei bestätigt.

Der amtliche Fernsehsender Al-Echbarija hatte zuvor von 17 Toten berichtet. Widersprüchliche Angaben sind im Chaos nach derartigen Anschlägen nicht selten. Ein Beamter des Innenministeriums sagte der AP, der Anschlag habe Polizeischülern gegolten, die sich in der Moschee in der südwestlichen Stadt Abha zum Gebet versammelt hätten. Sie habe zu einem Katastrophenschutzposten des Ministeriums gehört. Abha liegt nahe der Grenze zum Jemen, wo eine saudiarabisch geführte Koalition Luftangriffe gegen schiitische Huthi-Rebellen fliegt.

Terrororganisationen in Verdacht

Innenminister und Kronprinz Mohammed bin Najef brach nach Bekanntwerden des Anschlags einen Besuch in Ägypten ab, wo er an der Einweihung der Erweiterung des Suezkanals teilnehmen wollte. Das teilte die Regierung in Riad mit.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Der Verdacht fiel aber auf das Terrornetzwerk Al-Qaida und die Terrormiliz Islamischer Staat, die in Saudiarabien bereits mehrere Anschläge verübt haben. Ein Anschlag auf eine schiitische Moschee in dem Dorf Al-Kude im Mai mit 22 Toten war der schwerste seit mehr als einem Jahrzehnt in dem Königreich.

Im Juli gaben die saudi-arabischen Behörden die Verhaftung von mehr als 400 Verdächtigen bei einer Anti-Terror-Razzia bekannt. Zugleich seien neue IS-Anschläge vereitelt worden, hiess es damals.

AFP/woz

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