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Menschenhandel am Strand

Libyen ist kein Staat mehr, sondern ein Schlachtfeld für Milizen – und deshalb der wichtigste Startpunkt für Flüchtlingsschiffe. Die Schlepper profitieren.

Von Libyen kommend: Die italienische Marine stoppt ein völlig überfülltes Boot. Foto: Italian Navy (Keystone)
Von Libyen kommend: Die italienische Marine stoppt ein völlig überfülltes Boot. Foto: Italian Navy (Keystone)

Früher schwärmten im Frühjahr die ersten Badefreudigen zu den Stränden aus. Aber seit im Sand hin und wieder Leichen gefunden werden, traut sich das kaum noch jemand. Heute beherrschen die Schmuggler die Küste, Schleuser für Drogen, für Waffen, für Menschen, vor allem für Menschen. Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Ende von Muammar al-Ghadhafi, der sich «König der Könige Afrikas» nannte, ist Libyen der wichtigste Startpunkt für Flüchtlingsschiffe aus Mali und Niger, Eritrea und Somalia, aber auch aus Syrien, Ägypten und Palästina, sogar aus Bangladesh. Und die Saison hat noch nicht einmal ­begonnen.

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