Militär befreit Tausende Frauen und Kinder

5000 Menschen sind offenbar von Streitkräften aus den Händen von Boko Haram befreit worden. Darunter viele Kinder und Frauen.

Erfolgreiche Operation: Spezialeinheiten der nigerianischen Armee kämpfen seit Jahren gegen den IS-Ableger in Afrika. (7. März 2015)

Erfolgreiche Operation: Spezialeinheiten der nigerianischen Armee kämpfen seit Jahren gegen den IS-Ableger in Afrika. (7. März 2015) Bild: Jerom Delay (AP)/Keystone

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Mehr als 5000 Menschen sind seit Ende Januar im Grenzgebiet von Kamerun und Nigeria aus den Händen von Boko-Haram-Extremisten befreit worden. Zudem hätten Soldaten beider Länder mindestens 60 Kämpfer getötet, sagte Kameruns Minister für Kommunikation, Issa Tchiroma, am Dienstag. Truppen hatten Razzien gegen Hochburgen der Terrorgruppe im Mandara-Gebirge vorgenommen.

21 Verdächtige seien dabei festgenommen worden, so Tchiroma. Ein Rebellenlager im Gebirge, ein Treibstoff-Depot und eine Sprengstofffabrik seien komplett zerstört worden. Ausserdem machten Soldaten die Residenz eines Boko-Haram-Anführers zunichte.

Die befreiten Menschen, darunter auch Frauen, Kinder und Ältere, wurden zu einem Flüchtlingscamp in der nigerianischen Stadt Banki gebracht. Mitarbeiter des kamerunischen und nigerianischen Militärs versorgten sie dort, wie Tchiroma sagte.

Mehr als 20'000 Menschen verloren ihr Leben

Im Dezember hatte Nigerias Präsident Muhammadu Buhari verkündet, Soldaten hätten Milizen von Boko Haram aus ihren wichtigsten Gebieten in den Sambisa-Sümpfen vertrieben. Im selben Monat öffneten Kamerun und Nigeria zum ersten Mal seit drei Jahren auch wieder ihre gemeinsame Grenze.

Der Aufstand der islamistischen Boko Haram dauert bereits seit sieben Jahren an. In dieser Zeit kamen mehr als 20'000 Menschen ums Leben. 2,6 Millionen Menschen wurden obdachlos.

(fal/ap)

Erstellt: 15.03.2017, 16:38 Uhr

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