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Milliarden für Siedlungen, kaum Geld für den Mittelstand

Trotz Wachstum können viele Israelis ihre Lebenshaltungskosten kaum begleichen. Derweil gibt die Regierung Geld für Siedlungen aus. Und für die Ultraorthodoxen, von denen etliche auf Kosten der Steuerzahler leben.

Sie fordern soziale Gerechtigkeit: Am Samstag demonstrierten 250'000 Israelis in Tel Aviv und anderswo in Israel gegen die hohen Lebenshaltungskosten. (6. August 2011)
Sie fordern soziale Gerechtigkeit: Am Samstag demonstrierten 250'000 Israelis in Tel Aviv und anderswo in Israel gegen die hohen Lebenshaltungskosten. (6. August 2011)
Reuters
Trotz Wirtschaftswachstum und tiefer Arbeitslosigkeit kann der Mittelstand wegen tiefer Löhne und hoher Kosten seinen Lebensunterhalt kaum bezahlen. (Proteste in Jerusalem am 6. August 2011)
Trotz Wirtschaftswachstum und tiefer Arbeitslosigkeit kann der Mittelstand wegen tiefer Löhne und hoher Kosten seinen Lebensunterhalt kaum bezahlen. (Proteste in Jerusalem am 6. August 2011)
Reuters
Langsam kommt auch Kritik auf, dass die Regierung die Ultraorthodoxen subventioniert. Über die Hälfte lebt auf Kosten des Staates, weil 40 Prozent der Männer religiösen Studien nachgeht, statt zu arbeiten. (Im Bild: Ultraorthodoxe in Jerusalem, 16. Juli 2011).
Langsam kommt auch Kritik auf, dass die Regierung die Ultraorthodoxen subventioniert. Über die Hälfte lebt auf Kosten des Staates, weil 40 Prozent der Männer religiösen Studien nachgeht, statt zu arbeiten. (Im Bild: Ultraorthodoxe in Jerusalem, 16. Juli 2011).
Reuters
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Seit drei Wochen protestieren die Menschen in Tel Aviv und Jerusalem. Es geht um die Kosten von Wohnungen, Lebensmitteln, Benzin, Bildung. Und es geht um die tiefen Löhne. Unter den Demonstranten sind Lehrer, Studenten, Beamte und Ärzte. Es ist der Aufstand der Mittelschicht.

«Wir leisten Militärdienst, arbeiten und zahlen hohe Steuern, verdienen aber nicht genug», beklagte sich der 26-jährige israelische Student Ehud Rotem gegenüber der «Huffington Post». Rotem ist einer der 250'000 Demonstranten, die am Wochenende ihrem Ärger über die hohen Lebenskosten Luft machten. «Es ist so unmöglich geworden, das Leben zu finanzieren, dass wir keine Zukunft haben», sagt Daphne Leef, eine der Organisatorinnen der Proteste zu «Voice of America».

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