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Mitglied von Extremistengruppe im Iran erhängt

In der Stadt Sahedan ist am Montag ein Mitglied der sunnitischen Rebellengruppe Dschundallah hingerichtet worden.

Abdolhamid Rigi wurde nach der Bestätigung seines Urteils in einem Gefängnis in der Stadt Sahedan im Südosten des Landes gehängt. Das meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Die von seinem mittlerweile in Haft sitzenden Bruder Abdolmalek Rigi angeführten Extremisten hatten sich vergangenen Oktober zum schwersten Bombenanschlag im Iran seit den 1980er-Jahren bekannt, bei dem mehr als 40 Menschen getötet wurden. Bei der Hinrichtung waren laut Irna auch Hinterbliebene von Anschlagsopfern anwesend.

Abdolhamid Rigi war im Juni 2008 von Pakistan an den Iran ausgeliefert und wegen Mitgliedschaft in einer «Terrorgruppe» und als «Feind Gottes» zum Tode verurteilt worden. Im Februar wurde sein Bruder in einer Aufsehen erregenden Flugzeugentführung gefasst. Iranische Agenten hatten den Flieger Rigis auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Kirgisien in den Iran umgeleitet.

Teheran wirft Pakistan und den USA vor, die Rebellen von Dschundallah (Armee Gottes) zu unterstützen. Die sunnitische Gruppe wird für zahlreiche Anschläge an der Grenze zu Pakistan verantwortlich gemacht. Die Gruppe wirft der Regierung vor, Mitglieder der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam zu diskriminieren. Im Iran ist eine Interpretation des schiitischen Islam Staatsdoktrin.

SDA/raa

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