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Möglicher Durchbruch im Atomstreit

Iran ist möglicherweise zu einem Kompromiss im Tauziehen um sein Atomprogramm bereit. Demnach könnte Teheran künftig nur noch schwach angereichertes Uran produzieren.

Eine Uran-Anreicherungsanlage könnte geschlossen werden: Fereidun Abbasi, Chef des iranischen Atomprogramms, in Teheran. (8. April 2012)
Eine Uran-Anreicherungsanlage könnte geschlossen werden: Fereidun Abbasi, Chef des iranischen Atomprogramms, in Teheran. (8. April 2012)
AFP

Vor Beginn einer neuen Runde der internationalen Atomgespräche in dieser Woche hat der Iran einen möglichen Kompromiss angedeutet. Der Leiter des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbasi, erklärte, Teheran könne seine Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran einstellen, das für einen Forschungsreaktor benötigt wird.

Das Land werde aber weiterhin niedriger angereichertes Uran für die Energiegewinnung herstellen. Abbasi sagte am Sonntagabend im staatlichen Fernsehen, dies könne geschehen, sobald der Iran ausreichend höher angereichertes Uran gelagert habe.

Zuvor hatte sich ein Streit um die erst kürzlich vollendete iranische Atomanlage Fordo angedeutet. Während der Westen nach einem Bericht der «New York Times» die Schliessung der Anlage verlangen will, sprach der Chef des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbassi Davani, von «unlogischen Forderungen».

Gespräche ab Samstag

Die Europäische Union hat unterdessen bestätigt, dass die neuen Atomgespräche mit dem Iran am Samstag in Istanbul beginnen. Die EU erhoffe sich von dem Treffen «Ergebnisse, die ein Vorankommen erlauben», sagte ein Sprecher der Aussenbeauftragten Catherine Ashton heute in Brüssel.

Die vorangegangenen Gespräche der 5 1-Gruppe mit dem Iran waren im Januar 2011 in Istanbul ergebnislos abgebrochen worden. Der 5 1- Gruppe gehören die Vetomächte USA, Russland, China, Grossbritannien und Frankreich sowie Deutschland an.

(dapd/sda)

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