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Neuer Ebola-Fall in Sierra Leone

Eine in Sierra Leone verstorbene Frau ist nach ihrem Tod positiv auf Ebola getestet worden. Das ist ein grosser Rückschlag für das Land.

Der tägliche Kampf gegen Ebola: Eine geheilte Mutter kümmert sich in Freetown um ihr Baby. (16. August 2015)
Der tägliche Kampf gegen Ebola: Eine geheilte Mutter kümmert sich in Freetown um ihr Baby. (16. August 2015)
Sunday Alamba, Keystone

Wie das Ebola-Abwehr-Zentrum (Nerc) in Sierra Leone am Montag mitteilte, war die verstorbene Frau etwa Mitte 60 und lebte im Dorf Sella Kafta in der nordwestlichen Region Kambia. Sie war weder nach Liberia noch nach Guinea gereist – zwei ebenfalls schwer von der Ebola-Epidemie getroffene Ländern in Westafrika.

Ein Nerc-Sprecher sagte einem örtlichen Radiosender, es seien bereits zehn Risiko-Kontakte der Frau ausfindig gemacht worden, die unter Quarantäne gestellt worden seien. Derzeit werde geprüft, ob das gesamte Dorf isoliert werden müsse. Überdies werde ein Team der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach Kambia reisen, um die Kontaktpersonen des jüngsten Ebola-Opfers zu impfen.

Ein Rückschlag für das Land

Der Ebola-Fall ist ein Rückschlag für das westafrikanische Land im Bemühen, für Ebola-frei erklärt zu werden. In der vergangenen Woche hatte es feierliche Szenen gegeben, nachdem der letzte bekannte Ebola-Patient aus dem Spital entlassen worden war.

Bei der schlimmsten Ebola-Epidemie in der Geschichte waren in Westafrika seit Ende 2013 rund 11'300 Menschen ums Leben gekommen.

SDA/fal

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