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Nigeria verhängt nach Terror den Notstand

Nigerias Präsident hat nach den Anschlägen auf Christen an Weihnachten für Teile seines Landes den Ausnahmezustand ausgesprochen. Betroffen waren Gebiete im Norden, wo Islamisten aktiv sind.

Grosse Trauer in Madalla: Frauen weinen um ihre Lieben, die bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind.
Grosse Trauer in Madalla: Frauen weinen um ihre Lieben, die bei den Anschlägen ums Leben gekommen sind.
Reuters

Nach der Anschlagsserie in Nigeria hat Präsident Goodluck Jonathan heute den Ausnahmezustand über Teile des Landes verhängt. Ausserdem wurden die internationalen Grenzen in der Nähe der betroffenen Regionen geschlossen. Zu den Anschlägen an Weihnachten mit mindestens 42 Toten hatte sich die radikalislamische Sekte Boko Haram bekannt.

«Was als sektiererische Krise in den nordöstlichen Teilen des Landes begann, hat sich allmählich in terroristische Aktivitäten in verschiedenen Teilen des Landes gewandelt», sagte Jonathan in einer landesweit im Fernsehen übertragenen Ansprache. Im Kampf gegen die Bedrohungen der Sekte ordnete er auch den Aufbau einer gesonderten Anti-Terror-Einheit an. «Der Terrorismus ist ein Krieg gegen uns alle», betonte der Präsident. «Ich rufe alle Nigerianer auf, Hand in Hand mit der Regierung zu arbeiten, diese Terroristen zu bekämpfen.»

Der Ausnahmezustand erweitert die Befugnisse der Sicherheitskräfte für Festnahmen und Durchsuchungen. Er gilt für Teile der Staaten Yobe, Plateau und Niger, die alle Ziele der Anschläge an Weihnachten waren. Angegriffen wurde dabei neben Kirchen auch ein Büro der Geheimpolizei. Darüber hinaus wurde der Ausnahmezustand auch für Teile von Borno verhängt, einer Hochburg der Boko Haram.

dapd/wid

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