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Nigerias Regierung will Wahlen wegen Terrors verschieben

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas leidet unter Korruption, dem tiefen Ölpreis und Boko Haram.

Von Johannes Dieterich, Abuja
Anhänger einer Oppositionspartei nehmen an einer Wahlkampfveranstaltung in Kaduna im Nordwesten Nigerias teil. Foto: Florian Plaucheur (AFP)
Anhänger einer Oppositionspartei nehmen an einer Wahlkampfveranstaltung in Kaduna im Nordwesten Nigerias teil. Foto: Florian Plaucheur (AFP)

Salamatu Billi hat die Hoffnung aufgegeben. «Natürlich würde ich gerne wählen», sagt die Mutter von vier Kindern in der nigerianischen Hauptstadt Abuja: «Doch ohne Wahlkarte wird daraus nichts.» Die Frau eines protestantischen Pfarrers musste im vergangenen Jahr aus dem an der Grenze zu Kamerun gelegenen Michika fliehen: Kämpfer der militanten islamistischen Sekte Boko Haram hatten am frühen Morgen des 7. September die zweitgrösste Stadt des nigerianischen Bundesstaats Adamawa überfallen und unter der Bevölkerung ein Blutbad angerichtet. Wem – wie Salamatu Billi – die Flucht gelang, der konnte sich glücklich schätzen. «Aber wir haben alles verloren», sagt die 42-Jährige: «Unser Haus. Unsere Autos. Selbst unsere Stimmen zur Wahl.»

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