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Nur weg aus Eritrea

Unter den vor Lampedusa ertrunkenen Flüchtlingen sollen sich vor allem Eritreer befinden. Tatsächlich kehren Monat für Monat Hunderte von Bürgern dem Land am Horn von Afrika den Rücken.

Gegen den Exodus ist die Regierung machtlos: Eritreische Flüchtlinge mit ihrem spärlichen Hab und Gut.
Gegen den Exodus ist die Regierung machtlos: Eritreische Flüchtlinge mit ihrem spärlichen Hab und Gut.
Jean-Marc Bouju, Keystone

Ihrer Emsigkeit und Disziplin wegen galten sie stets als «die Schwaben» Afrikas. So war das mal. Doch inzwischen hat sich ihre Heimat unter einem anderen Etikett einen Namen gemacht: «Afrikas Nord-Korea» wird Eritrea unter Fachleuten genannt – der Humor ist ein bitterer. Kein Wunder dann, dass Monat für Monate Hunderte von Bürgern dem Land am Horn von Afrika den Rücken kehren: Unter den vor Lampedusa ertrunkenen Flüchtlingen sollen sich neben Somaliern, deren Staat seit mehr als zwei Jahrzehnten von Hungersnöten, Kriegsfürsten und Islamisten zerrieben wird, vor allem Eritreer befinden.

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