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Obama auf gefährlicher Spur

Der US-Präsident muss klarer erklären, welche Ziele er bei seinem militärischen Eingriff im Irak verfolgt.

MeinungNicolas Richter

Barack Obama ist der vierte US-Präsident in Serie, der militärisch im Irak eingreift. Kein anderes Land offenbart Amerikas Ehrgeiz und Gestaltungs­willen, aber auch sein Scheitern so schonungslos wie der Irak.

Obamas Entscheidung ist nicht schon deswegen falsch. Im Norden des Irak sind Tausende Jesiden ins Gebirge geflüchtet, weil die blutrünstige Islamistenmiliz IS ihnen mit der Auslöschung droht. Dies wäre ein Völkermord, und Verbrechen wie diese erfordern das Eingreifen der Weltgemeinschaft. Obama stellt sich dieser Verantwortung mit angemessenen Mitteln: Er versorgt die Verfolgten und droht ihren Verfolgern. Ein Beschluss des UNO-Sicherheitsrats wäre wünschenswert, ist aber nicht notwendig, weil die irakische Regierung selbst um Hilfe gebeten hat; das ist der Unterschied zur US-Invasion des Irak im Jahr 2003.

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