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«Obama will keine fremden Kriege führen»

Nahost-Experte Volker Perthes findet es richtig, dass die USA keine Kampftruppen in den Irak schicken. Die Rückeroberungen seien ein politisches Problem.

Amerikanische und irakische Truppen bei einer gemeinsamen Truppenübung ausserhalb Bagdads. Foto: Khalid Mohammed (Keystone)
Amerikanische und irakische Truppen bei einer gemeinsamen Truppenübung ausserhalb Bagdads. Foto: Khalid Mohammed (Keystone)

Vor einem Jahr hat der Islamische Staat (IS) Mosul erobert. Die US-Regierung hat nun in Absprache mit Bagdad die Rückeroberung der Millionenstadt auf 2016 verschoben. Sind die IS-Milizen so stark?

Die Idee, Mosul noch dieses Jahr zurückzuerobern, war unrealistisch. Denn die irakische Armee macht keine Fortschritte bei der Befreiung von Gebieten unter IS-Kontrolle. In der Provinz Anbar bemüht sie sich noch, strategische Orte zu halten. Die Amerikaner fragen derweil, weshalb die Iraker nicht kämpfen für ihr Land. Vor allem aber kritisieren sie, dass die Regierung in Bagdad der Konfessionalisierung des Konflikts Vorschub leistet, indem sie schiitische Milizen einsetzt und die Hilfe der Iraner in Anspruch nimmt. Deshalb wurde die Rückeroberung Mosuls verschoben.

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