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Obamas Zeichen an Syrien

Die Opfer des syrischen Bürgerkrieges sollen von den USA weitere 195 Millionen Dollar bekommen. US-Präsident Obama besprach mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan die Lage im Kriegsgebiet.

USA und Türkei fürchten sich vor Extremisten: Getötete Rebellen in Syrien. (Archivbild)
USA und Türkei fürchten sich vor Extremisten: Getötete Rebellen in Syrien. (Archivbild)
Reuters

US-Präsident Barack Obama hat weitere humanitäre Hilfen für Opfer des syrischen Bürgerkriegs zugesagt. Die USA würden ihre Unterstützung um 195 Millionen Dollar erhöhen, sagte Obama in einer Botschaft an Muslime zum Ende des Fastenmonats Ramadan und sprach von einem Zeichen des Mitgefühls.

Von der neuen Hilfssumme sollen 155 Millionen direkt nach Syrien fliessen und 41 Millionen an syrische Flüchtlinge in Jordanien, dem Libanon, der Türkei, dem Irak und Ägypten, wie das US-Aussenministerium am Mittwoch mitteilte. Bislang waren aus Washington 815 Millionen Dollar für Betroffene des Bürgerkriegs zugesagt gewesen.

Obama und Erdogan besprechen Lage

Barack Obama und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan haben die Lage in Syrien und in Ägypten erörtert. Wie das Weisse Haus in Washington am Mittwoch mitteilte, sprachen sie in dem von Erdogan gewünschten Telefonat über die «Gefahr durch ausländische Extremisten in Syrien». Sie seien sich einig gewesen, dass «eine breite und geeinte Opposition» unterstützt werden müsse. Am Mittwoch waren in Syrien 62 Rebellen in einem Hinterhalt getötet worden. Die USA und die Türkei wollten in Bereichen von gemeinsamem Interesse weiterhin eng zusammenarbeiten, hiess es.

Die Vereinten Nationen haben gleichzeitig weitreichende Massnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung im syrischen Bürgerkrieg vorgeschlagen. Nothilfekoordinatorin Valerie Amos brachte am Mittwoch im Weltsicherheitsrat ein Dokument in Umlauf, in dem eine öffentliche Zusage sowohl der Regierung von Präsident Bashar al-Assad als auch der Rebellen gefordert wird, Zivilisten und nicht mehr an Feindseligkeiten beteiligte Personen wie Kranke, Verwundete und Gefangene zu schützen.

«Humanitäre Pausen» verlangt

Alle Kriegsparteien sollten sich dazu verpflichten, die Errichtung militärischer Stellungen in bewohnten Gebieten zu vermeiden und Offensiven anzukündigen, um humanitären Konvois einen sicheren Abzug auf dafür bestimmten Routen über die Frontlinien zu ermöglichen. Zudem sollte es «humanitäre Pausen» geben, um Hilfsgüter in die bedürftigsten Gebiete bringen zu können.

In Syrien hatte Mitte März 2011 ein Aufstand gegen Staatschef Bashar al-Assad begonnen, der sich zu einem Bürgerkrieg ausweitete. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in dem Konflikt bislang mehr als 100'000 Menschen getötet. 1,8 Millionen weitere Syrer wurden in Nachbarländer vertrieben.

(sda/AP/AFP)

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