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Palästinenser sticht in Tel Aviv auf Passagiere ein

Erneut erschüttert ein Anschlag Israel. Ein Palästinenser sticht in Tel Aviv mit einem Messer auf Buspassagiere ein. Drei von ihnen sind in kritischem Zustand.

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Ein Palästinenser sticht in einem Bus auf mehrere Passagiere ein, dabei gibt es neun Verletzte: Ein Polizist sichert die Szenerie vor dem Bus. (21.01.2015)
Ein Palästinenser sticht in einem Bus auf mehrere Passagiere ein, dabei gibt es neun Verletzte: Ein Polizist sichert die Szenerie vor dem Bus. (21.01.2015)
Oded Balilty, Keystone
Der Palästinenser aus dem Westjordanland sei illegal nach Israel eingereist, teilt die Polizei mit: Umstehende stehen ausserhalb des Polizeibandes und betrachten schockiert den Tatort. (21.01.2015)
Der Palästinenser aus dem Westjordanland sei illegal nach Israel eingereist, teilt die Polizei mit: Umstehende stehen ausserhalb des Polizeibandes und betrachten schockiert den Tatort. (21.01.2015)
Nir Elias, Reuters
Die genaue Zahl der Verletzten war zunächst nicht bekannt, die Polizei berichtet nun aber von fünf Schwerverletzten und vier leichter verletzten Personen: Mitarbeiter des Rettungsdienstes putzen die Stelle der Angriffe. (21.01.2015)
Die genaue Zahl der Verletzten war zunächst nicht bekannt, die Polizei berichtet nun aber von fünf Schwerverletzten und vier leichter verletzten Personen: Mitarbeiter des Rettungsdienstes putzen die Stelle der Angriffe. (21.01.2015)
AFP
Zwar hat sich die radikalislamische Hamas nicht zum Angriff bekannt, hat die Tat aber als «mutig und heldenhaft» bezeichnet: Ein Team israelischer Forensiker nimmt sich des Tatorts an. (21.01.2015)
Zwar hat sich die radikalislamische Hamas nicht zum Angriff bekannt, hat die Tat aber als «mutig und heldenhaft» bezeichnet: Ein Team israelischer Forensiker nimmt sich des Tatorts an. (21.01.2015)
Jack Guez, AFP
In den vergangenen Monaten wurde rund ein Dutzend Menschen von Palästinensern getötet: Polizisten stehen beim Tatort. (21.01.2015)
In den vergangenen Monaten wurde rund ein Dutzend Menschen von Palästinensern getötet: Polizisten stehen beim Tatort. (21.01.2015)
Jack Guez, AFP
Die meisten Angriffe durch Palästinenser fanden in Jerusalem statt. Attacken gab es jedoch auch in Tel Aviv und im Westjordanland: Ein israelischer Polizist fährt den Bus weg, der vom Attentäter angegriffen wurde. (21.01.2015)
Die meisten Angriffe durch Palästinenser fanden in Jerusalem statt. Attacken gab es jedoch auch in Tel Aviv und im Westjordanland: Ein israelischer Polizist fährt den Bus weg, der vom Attentäter angegriffen wurde. (21.01.2015)
Jack Guez, AFP
Der palästinensische Messerstecher schlug mitten in der Rushhour zu: Eine verwundete Frau wird von Sanitätern gepflegt. (21.01.2015)
Der palästinensische Messerstecher schlug mitten in der Rushhour zu: Eine verwundete Frau wird von Sanitätern gepflegt. (21.01.2015)
Yehoshua Yosef, Reuters
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Bei einem Messerangriff eines Palästinensers in einem Linienbus in Tel Aviv sind zwölf Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Der 23-Jährige wurde danach von zufällig anwesenden Gefängniswärtern angeschossen und überwältigt.

Der Angreifer stamme aus Tulkarem im Norden des besetzten Westjordanlands, sagte eine Polizeisprecherin. Der Angriff erfolgte im Zentrum der Hafenstadt während des morgendlichen Berufsverkehrs.

(Quelle: Reuters)

Nach Angaben eines Sprechers des Spitals, in dem die Opfer behandelt wurden, erlitten drei Menschen besonders schwere Stichwunden, vier weitere wurden mittelschwer verletzt. Fünf Passagiere kamen mit leichteren Verletzungen davon, die zum Teil durch Stürze bei der Flucht verursacht wurden. Zudem seien sieben Businsassen unter Schock behandelt worden.

«Der Terrorist stach mehrfach auf den Busfahrer ein, der sich zur Wehr setzte, sodass der Angreifer schliesslich ausstieg und davonrannte», berichtete Polizeisprecherin Luba Samri. Augenzeugen sagten dem Armeeradio, der Fahrer habe Pfefferspray gegen den Angreifer eingesetzt. Von der Polizei veröffentlichte Fotos vom Tatort zeigen ein langes Küchenmesser, bei dem es sich um die Tatwaffe handeln soll.

Ein Gefängniswärter berichtete in Radio und Fernsehen, wie er den Attentäter mit drei Kollegen ausser Gefecht setzte: Sie seien mit einem Gefangenentransport auf dem Weg zu einem benachbarten Gericht gewesen, als «der Bus vor einer grünen Ampel stoppte und Leute um Hilfe schreiend herausgerannt kamen».

In die Beine geschossen

Sie hätten den fliehenden Angreifer verfolgt, zuerst in die Luft geschossen, dann in die Beine des Verfolgten. «Er fiel hin, wir verpassten ihm Handschellen und übergaben ihn der Polizei», sagte der Gefängniswärter weiter. Die Polizei erklärte, der 23-Jährige habe sich illegal in Israel aufgehalten. Er wurde ins Spital gebracht und dort verhört. Das Krankenhaus Tel Haschomer, in das die Opfer eingeliefert wurden, teilte mit, drei von ihnen seien in kritischem Zustand.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu erklärte seinerseits auf Facebook: «Der Angriff in Tel Aviv ist das direkte Ergebnis der giftigen Volksverhetzung durch die Palästinenserbehörde gegen Juden und ihren Staat.» Es handle sich um den «gleichen Terror wie in Paris, Brüssel und anderswo». Nach dem Gaza-Krieg im Sommer 2014 ist es in Israel vermehrt zu Konfrontationen mit Palästinensern und zu Anschlägen gekommen.

Ein Mitglied der Exilführung der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas nannte den Anschlag «eine heldenhafte Operation». Auf Facebook schrieb Ezzat al-Richk, es handle sich «um die natürliche Antwort auf die Verbrechen der Besatzungsmacht und ihren Terror gegen unser Volk».

In März finden in Israel Wahlen statt. Ministerpräsident Netanyahu wird herausgefordert von Isaac Herzog und Zipi Livni, die auf einer gemeinsamen Liste antreten und Verhandlungen mit den Palästinensern unterstützen. Der Anschlag könnte Stimmen für Netanyahu bringen.

(SDA)

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