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Proteste in Tel Aviv eskalieren

Die israelische Polizei hat in Tel Aviv 85 Demonstranten verhaftet, die gegen das Bankensystem protestierten. Derweil hat der israelische Ministerpräsident mit neuen Luftschlägen im Gazastreifen gedroht.

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Demonstranten sollen die Fenster einer Bank eingeschlagen haben: Proteste in Tel Aviv.
Demonstranten sollen die Fenster einer Bank eingeschlagen haben: Proteste in Tel Aviv.
AFP

Bei gewaltsamen Protesten in Tel Aviv hat die israelische Polizei nach eigenen Angaben 85 Demonstranten festgenommen. Sie warf ihnen vor, gestern Abend die Fenster von fünf Banken eingeschlagen zu haben. Medienberichten zufolge drangen Demonstranten in eine der Banken ein und schlugen darin ein Zelt auf – Symbol der sozialen Proteste in Israel vor einem Jahr.

Zuvor hatte es eine Demonstration gegen die Festnahme von zwölf sozialen Aktivisten am Freitag gegeben. Polizeisprecher Micky Rosenfeld sprach von rund 1500 Demonstranten, in Medienberichten war von 6000 die Rede.

Israel droht mit neuen Militärschlägen

Heute hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu den militanten Palästinensergruppen im Gazastreifen zudem mit neuen Militärschlägen gedroht, falls sie ihre Raketenangriff fortsetzen. «Die israelische Armee ist hart gegen jene vorgegangen, die uns Schaden zufügen wollen, und wenn es sein muss, wird sie noch härter vorgehen.»

Israels Ziel sei es, «den Bewohnern des (israelischen) Südens Sicherheit und Ruhe zurückzugeben», ergänDemonszte Netanyahu nach Angaben seines Büros heute zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem.

Derweil herrschte im Gazastreifen und im Süden Israels zunächst angespannte Ruhe. Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv sagte, seit Mitternacht habe es keine neuen Raketenangriffe und keine israelischen Luftangriffe im Gazastreifen mehr gegeben.

Fünf Raketen abgefangen

Gestern Abend hatte die israelische Raketenabwehr noch fünf Raketen des Typs Grad abgefangen. Militante Palästinenser im Gazastreifen hatten sie auf die israelische Küstenstadt Aschkelon abgefeuert.

Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas hatte von einer neuen Waffenruhe ab Samstagnacht gesprochen. Diese Vereinbarung sei unter Vermittlung von Ägypten zustande gekommen, sagte das führende Hamas-Mitglied Ayman Taha.

Seit Beginn eine neuen Runde von Gewalt und Gegengewalt am Montag starben 16 Palästinenser, etwa 70 weitere Menschen wurden verletzt. In Israel wurden fünf Menschen verletzt.

(SDA)

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