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Romney stützt Israels Angriffslust gegen den Iran

US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney stärkt Israel im Iran-Konflikt den Rücken. In Jerusalem sagte der Republikaner, er würde einen Angriff auf Teheran dulden, um die atomare Bewaffnung des Landes zu stoppen.

Romney mit dem polnischen Premierminister Donald Tusk in Danzig. (30. Juli 2012)
Romney mit dem polnischen Premierminister Donald Tusk in Danzig. (30. Juli 2012)
Reuters
Romney mit seiner Frau Ann in Danzig.
Romney mit seiner Frau Ann in Danzig.
Keystone
Nach seinem Aufenthalt in Grossbritannien gehts für Romney weiter nach Israel und Polen: Der US-Präsidentschaftskandidat zusammen mit dem Chef der britischen Labour-Partei Ed Miliband in London. (26. Juli 2012)
Nach seinem Aufenthalt in Grossbritannien gehts für Romney weiter nach Israel und Polen: Der US-Präsidentschaftskandidat zusammen mit dem Chef der britischen Labour-Partei Ed Miliband in London. (26. Juli 2012)
Reuters
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Eine iranische Aufrüstung mit Atomwaffen stellt nach Worten des US-Präsidentschaftsbewerbers Mitt Romney eine «inakzeptable Bedrohung» für Israel und die ganze Welt dar. Bei einem Treffen mit Israels Staatspräsidenten Schimon Peres sagte Romney, man dürfe es Teheran nicht erlauben, eine Atombombe zu entwickeln.

«Ich nehme die israelische Sicht hinsichtlich des Irans und dessen Bemühungen um eine nukleare Aufrüstung sehr ernst», sagte Romney zuvor auch bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu in Jerusalem.

Netanyahu sagte zur Einschätzung Romneys, «die grösste Gefahr für die Welt» sei ein atomar aufgerüstetes Ajatollah-Regime: «Mitt, da kann ich nur voll und ganz zustimmen!» Die beiden Politiker kenne sich seit den 1970er Jahren.

Romney würde Angriff auf Iran dulden

Romney werde Israel unterstützen, sollte es gegen den Iran vorgehen, sagte dessen Sicherheitsberater Dan Senor nach Angaben des israelischen Radios kurz vor den Gesprächen in Israel.

«Wenn Israel allein aktiv werden muss, um den Iran daran zu hindern, diese Fähigkeit zu entwickeln, würde der Gouverneur diese Entscheidung respektieren», sagte er den Angaben zufolge.

Netanyahu für «starke militärische Drohung»

Schriftlich erklärte Senor später, Romney hoffe, dass diplomatische Schritte und Sanktionen ausreichten, um den Iran von seinem Kurs abzubringen. Es dürfe aber keine Option ausgeschlossen werden.

Netanyahu sagte dagegen, die Sanktionen und Verhandlungen hätten beim Iran bislang nichts bewirkt. Daher sei eine «starke militärische Drohung zusammen mit Sanktionen» gegen Teheran notwendig.

Mit Blick auf den blockierten Nahost-Friedensprozess äusserte Romney die Hoffnung auf eine künftige Zweistaatenlösung. Bei den Palästinensern war allerdings mit Enttäuschung registriert worden, dass Romney nicht zu einem Treffen mit Präsident Mahmud Abbas nach Ramallah kam, sondern nur ein Gespräch mit Ministerpräsident Salam Fajad in Jerusalem angesetzt wurde.

Israel-Lobby im Blick

Mit seiner einwöchigen Auslandsreise will sich der republikanische Herausforderer von US-Präsident Barack Obamas international profilieren. Sein Besuch in Israel wird als Versuch gesehen, vor der Präsidentenwahl im November pro-israelische Wähler in den USA auf seine Seite zu ziehen.

Die Beziehung zwischen Obama und Netanyahu gilt unter anderem wegen des Streits um die israelische Siedlungspolitik in den besetzten palästinensischen Gebieten als gespannt.

Die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete indes am Sonntag von einer sehr engen Zusammenarbeit Israels mit Obamas Regierung. Obamas Sicherheitsberater Tom Donilon habe Netanyahu vor zwei Wochen US- Pläne für einen möglichen Angriff im Iran unterbreitet.

Donilon habe erklärt, die USA bereiteten sich ernsthaft auf ein mögliches Scheitern der Verhandlungen mit Teheran und eine dann notwendige Militäraktion vor, berichtete das Blatt auf einen namentlich nicht genannten ranghohen US-Regierungsvertreter.

Obama bewilligt Milliarden für Israel

Obama unterzeichnete am Freitag, einen Tag vor Romneys Ankunft in Israel, zudem ein Gesetz, mit dem die USA das israelische Projekt «Eiserne Kuppel» mit weiteren 70 Millionen Dollar unterstützen. Das Abwehrsystem soll Israel vor dem Raketenbeschuss radikalislamischer Gruppen aus dem Libanon oder dem Gazastreifen schützen.

dapd/AFP/wid

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