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Russische Jets greifen US-Stützpunkt in Syrien an

Moskau versuche mit Luftangriffen in Syrien Druck auf die USA auszuüben. Der CIA lässt sich davon nicht beeindrucken.

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Über 280'000 Menschen sind im 2011 ausgebrochenen Bürgerkrieg ums Leben gekommen, Millionen mussten aus ihren Heimatstädten fliehen: Trümmer nach einem Luftangriff auf die von Rebellen gehaltene Stadt Idlib.
Über 280'000 Menschen sind im 2011 ausgebrochenen Bürgerkrieg ums Leben gekommen, Millionen mussten aus ihren Heimatstädten fliehen: Trümmer nach einem Luftangriff auf die von Rebellen gehaltene Stadt Idlib.
Omar Haj Kadour, AFP
Verbündete des Assad-Regimes: Ein russischer Su-34-Kampfjet in der Luftwaffenbasis Hemeimeem in Syrien. (16. Dezember 2015)
Verbündete des Assad-Regimes: Ein russischer Su-34-Kampfjet in der Luftwaffenbasis Hemeimeem in Syrien. (16. Dezember 2015)
Vadim Savitsky/Russian Defense Ministry Press Serv, Keystone
Ein Mann sucht nach einem Luftangriff im Norden von Aleppo nach Überlebenden. (19. Juli 2016)
Ein Mann sucht nach einem Luftangriff im Norden von Aleppo nach Überlebenden. (19. Juli 2016)
Thaer Mohammed, AFP
Kinder in einem teilweise zerstörten Haus in Aleppo: Zehntausende Menschen harren weiterhin in der umkämpften syrischen Metropole aus. (11. Februar 2016)
Kinder in einem teilweise zerstörten Haus in Aleppo: Zehntausende Menschen harren weiterhin in der umkämpften syrischen Metropole aus. (11. Februar 2016)
Keystone
Gemäss dem Roten Kreuz sind die Lebensbedingungen für die verbliebenen Menschen äusserst prekär: Ein Junge unterwegs in einem Trümmerfeld. (11. Februar 2016)
Gemäss dem Roten Kreuz sind die Lebensbedingungen für die verbliebenen Menschen äusserst prekär: Ein Junge unterwegs in einem Trümmerfeld. (11. Februar 2016)
Keystone
Mit Luftschlägen unterstützt Russland das Vorrücken der syrischen Armee auf Aleppo: Eine Aufnahme des russischen Verteidigungsministeriums zeigt einen Einschlag nahe Aleppo. (1. Februar 2016)
Mit Luftschlägen unterstützt Russland das Vorrücken der syrischen Armee auf Aleppo: Eine Aufnahme des russischen Verteidigungsministeriums zeigt einen Einschlag nahe Aleppo. (1. Februar 2016)
In Syrien wird seit bald fünf Jahren gekämpft: Ein Kämpfer der Rebellen in Aleppo im zweiten Kriegsjahr. (September 2012)
In Syrien wird seit bald fünf Jahren gekämpft: Ein Kämpfer der Rebellen in Aleppo im zweiten Kriegsjahr. (September 2012)
Keystone
Die Angriffe auf Aleppo haben eine Fluchtwelle in Richtung der türkisch-syrischen Grenze ausgelöst.
Die Angriffe auf Aleppo haben eine Fluchtwelle in Richtung der türkisch-syrischen Grenze ausgelöst.
Keystone
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Russische Kampfjets sollen einem Bericht zufolge in Syrien einen Stützpunkt angegriffen haben, der von amerikanischen und britischen Spezialkräften genutzt wird. Der Vorfall habe sich vor einem Monat im Südosten des Landes nahe der jordanischen Grenze ereignet, schreibt das «Wall Street Journal» unter Berufung auf amerikanische Militär- und Geheimdienstkreise.

Erst 24 Stunden zuvor hätten britische Spezialkräfte den Posten verlassen. Darüber hinaus sei am 12. Juli ein Lager angegriffen worden, in dem sich Angehörige syrischer Rebellen aufhielten, die vom US-Geheimdienst CIA unterstützt würden.

Vertreter des US-Zentralkommandos in Katar hätten nach dem Angriff das russische Hauptquartier in Latakia darüber informiert, dass der Standort Teil der US-Offensive gegen den Islamischen Staat (IS) sei. Rund 90 Minuten nach dieser Warnung habe es eine zweite Angriffswelle der russischen Jets gegeben, schreibt die Zeitung weiter.

Pentagon bestätigt Angriff auf Rebellen

Die beiden Angriffe in der Gegend von At-Tanf an der jordanischen Grenze waren bislang nicht öffentlich bekannt geworden. Bei dem Angriff vom Juni sollen Streubomben eingesetzt worden sein.

Eine Reaktion von offizieller Seite gab es in Washington zunächst nicht. Das Pentagon hatte bestätigt, dass es am 16. Juni in der Nähe des Orts Al-Tanf einen Angriff auf einen Posten von Rebellen gegeben hat, die von den USA unterstützt werden.

Russland wolle mit solchen Angriffen erreichen, dass die USA sich bei ihren Militäreinsätzen in Syrien besser mit Moskau abstimmen, heisst es in dem Bericht weiter.

Treffen zwischen Kerry und Lawrow

Darüber gebe es in Washington eine Debatte zwischen den verschiedenen Ressorts: Während das Verteidigungsministerium und die CIA-Führung für eine harte Linie plädierten, hätten sich das Aussenministerium und das Weisse Haus für die Suche nach einem Kompromiss entschieden.

Bei einem Treffen zwischen US-Aussenminister John Kerry und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow sei in der vergangenen Woche vereinbart worden, dass die USA und Russland im Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und die islamistische Al-Nusra-Front verstärkt zusammenarbeiten.

Russland soll Angriffe auf syrische Aufständische unterlassen, die von den USA unterstützt werden. Washington wolle sich im Gegenzug dafür einsetzen, internationale Sanktionen gegen Russland zu lockern.

(SDA)

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