Salehs Partei bestätigt Tod des jemenitischen Ex-Präsidenten

Nachdem Ali Abdullah Saleh im Bürgerkrieg die Seiten gewechselt hat, ist er nun offenbar bei Kämpfen in Sanaa gestorben.

Tot: Jemens Ex-Präsident Saleh soll bei Kämpfen ums Leben gekommen sein. Video: Tamedia/Reuters

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Der Tod des früheren jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh ist von dessen Partei bestätigt worden. Saleh sei von schiitischen Huthi-Rebellen getötet worden, sagte eine führende Vertreterin von Salehs Partei, Faika al-Sajjed, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Damit bestätigte sie Angaben der Rebellen.

Zunächst hatten Huthi-Rebellen den Tod von Jemens Ex-Presidenten vermeldet. Saleh sei bei Kämpfen in der Hauptstadt Sanaa getötet worden, berichtete der Rebellensender Al-Masirah unter Berufung auf das Innenministerium der Huthis. In sozialen Netzwerken kursierte ein Video, in dem mutmasslich die Leiche Salehs mit einer schweren Kopfwunde zu sehen war.

«Das Innenministerium verkündet das Ende der verräterischen Miliz und die Tötung ihres Anführers sowie einer Reihe seiner kriminellen Unterstützer», sagte ein Moderator bei Al-Masirah mit Blick auf die bewaffneten Anhänger Salehs.

«Hochverrat»

Saleh hatte sein Bündnis mit den Rebellen am Samstag aufgekündigt und sich zu Gesprächen mit der gegnerischen, von Saudiarabien geführten Militärkoalition bereit erklärt. Die Huthis warfen Saleh daraufhin «Hochverrat» vor. Nach dem Bruch zwischen den Anhängern des Ex-Präsidenten und den Huthis kam es in Sanaa zu heftigen Kämpfen.

Saleh hatte mehr als 30 Jahre an der Staatsspitze des Jemen gestanden, bevor er 2012 durch den Druck von Demonstranten und durch politischen Druck gestürzt wurde.

(woz/mch/afp)

Erstellt: 04.12.2017, 13:46 Uhr

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