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Scharon ringt mit dem Tod

Ariel Scharons Zustand hat sich weiter verschlechtert. Dies teilte der Direktor der Klinik mit, in der Scharon seit 2006 betreut wird.

In die israelische Flagge gehüllt: Der Sarg wird vor der Knesset aufgebahrt. (12. Januar 2014)
In die israelische Flagge gehüllt: Der Sarg wird vor der Knesset aufgebahrt. (12. Januar 2014)
AFP
Jerusalem gedenkt dem verstorbenen Politiker: Ein Israeli sitzt neben einem Bild Sharons. (12. Januar 2014)
Jerusalem gedenkt dem verstorbenen Politiker: Ein Israeli sitzt neben einem Bild Sharons. (12. Januar 2014)
AFP
Anfänge in der Armee: Sharon als junger Leutnant 1948. Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges wurde er verletzt.
Anfänge in der Armee: Sharon als junger Leutnant 1948. Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges wurde er verletzt.
Reuters
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Der frühere israelische Ministerpräsident Ariel Scharon ringt weiter mit dem Tod. Der zuständige Spitaldirektor Seew Rotstein sprach von einer «langsamen, graduellen Verschlechterung der Funktionsweise seiner lebenswichtigen Organe».

«Er ist noch immer in einem ernsten Zustand und sein Leben ist in Gefahr», sagte Rotstein laut dem Militärradio. Untersuchungen hätten ergeben, dass der 85-Jährige nun auch an einer schweren Blutvergiftung leide, wurde Rotstein von der Zeitung «Haaretz» zitiert.

Aber der frühere Militär und Politiker habe noch nicht aufgegeben: «Er kämpft wie ein richtiger Krieger, genauso wie er es sein ganzes Leben lang getan hat», fügte Rotstein hinzu. Auf die Frage, ob Scharons Tage gezählt seien, antwortete der Arzt: «Persönlich habe ich diesen Eindruck».Der rechte Politiker liegt seit einem Schlaganfall vor praktisch genau acht Jahren im Koma. Er wird seither künstlich ernährt.

Umstrittener Politiker

Der frühere General und Politiker, der am 27. Februar 1928 im britischen Mandatsgebiet Palästina als Sohn jüdischer Einwanderer aus Weissrussland geboren wurde, führte über Jahre die rechte Likud-Partei und war zweimal Ministerpräsident.

An dem Politiker scheiden sich bis heute in Israel und der arabischen Welt die Geister. Die einen verehren ihn als einen der letzten prominenten Vertreter der Gründergeneration Israels sowie als Kriegsheld.

Mit dem Namen Scharon ist aber auch der Besuch des Jerusalemer Tempelbergs im Jahr 2000 verbunden, mit dem er die zweite Intifada provozierte. Andere erinnern sich vor allem an das Massaker von 1982 im palästinensischen Flüchtlingslager Sabra und Schatila im Libanon. Scharon musste danach als Verteidigungsminister zurücktreten.

SDA/kpn

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