Zum Hauptinhalt springen

Scheidung auf Persisch

Iranische Frauen werden selbstbewusst: Sie trennen sich von ihren Männern und feiern das ganz offen.

Das Selbstverständnis der Iranerinnen hat sich in den vergangenen Jahren verändert: Frauen in der Hosseyniyeh Ershad Moschee in Teheran. (Archivbild)
Das Selbstverständnis der Iranerinnen hat sich in den vergangenen Jahren verändert: Frauen in der Hosseyniyeh Ershad Moschee in Teheran. (Archivbild)
Keystone

Iraner haben einen Hang zur sorgsam gepflegten Melancholie. Aber sie feiern auch gern, die unfrommen Partys der Besserverdienenden von Teheran sind so legendär, wie sie bei den Sittenwächtern der Islamischen Republik verrufen sind. Nun müssen die obersten Geistlichen sich noch mehr grämen: Iranische Frauen trennen sich immer häufiger von ihren Ehemännern und schmeissen zur Feier des ersten Tages ohne Gatten auch noch ausgelassene «Scheidungspartys». «Satanisch» war das Einzige, was einem der Islamgelehrten zu der Tatsache einfiel, dass die Frauen im schiitischen ­Gottesstaat auch im Eheleben eigene Wege gehen und diese nicht den Vorstellungen der Männer entsprechen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.