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Schwarzer Handel, goldenes Geschäft

Die Schattenwirtschaft hält weite Teile Tunesiens am Laufen. Die Revolution hat die Situation verschärft.

Die illegalen Tankstellen am Strassenrand, einst aufs Grenzgebiet beschränkt, sind heute in ganz Tunesien verbreitet. Foto: KPZFoto (Alamy)
Die illegalen Tankstellen am Strassenrand, einst aufs Grenzgebiet beschränkt, sind heute in ganz Tunesien verbreitet. Foto: KPZFoto (Alamy)

So wie Ali* hat man sich einen Schmuggler nicht vorgestellt. Der pensionierte Primarlehrer hat sich den Strohhut, den die älteren Männer in Tunesien gerne tragen, in den Nacken geschoben und ruht sich auf einem kleinen Plastikstuhl aus. Um ihn herum stapeln sich Gläser, Teller, Uhren, Vasen, ein paar Kaffee­maschinen und Tassen mit dem Aufdruck «Spongebob» («Schwammkopf»). Haushaltswaren, made in China. Der fünffache Vater ist vor vier Jahren in Pension gegangen, als seine ältesten Kinder gerade ihr Studium aufgenommen haben. Unterkunft, Essen, Bücher – das Geld wurde schnell knapp, und so begann Ali eine zweite Karriere. Eine, die in seiner Heimatstadt ganz normal ist.

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