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Schweigen, um zu leben

Seit in der Türkei die islamisch-konservative Partei an der Macht ist, werden Journalisten entlassen, mundtot gemacht, eingesperrt.

Ein Mann liest Zeitung in Diyarbakir. Die Wahrheit über sein Land kann er darin nicht erwarten. Foto: Bulent Kilic (AFP)
Ein Mann liest Zeitung in Diyarbakir. Die Wahrheit über sein Land kann er darin nicht erwarten. Foto: Bulent Kilic (AFP)

«Wenn wir wollen, können wir dich wie eine Fliege zerquetschen. Du bist nur noch am Leben, weil wir bislang Mitleid mit dir hatten», schrieb der türkische Kolumnist Cem Küçük Anfang September in der regierungsnahen Zeitung «Star». Weiter beschimpfte er den regierungskritischen Journalisten Ahmet Hakan als «Schizophrenen», der glaube, das Land werde immer noch von Kemalisten regiert. Die Sache ging weiter. Nachdem Journalisten des regierungsnahen Lagers Hakan wochenlang verbal angegriffen hatten, wurde er Anfang Oktober vor seinem Wohnhaus verprügelt. Der 48-Jährige liess sich mit gebrochener Nase und gebrochenen Rippen ins Krankenhaus fahren, berichtete die Tageszeitung «Hürriyet».

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