Schweizer Terrorist soll Anschläge in Deutschland geplant haben

In Syrien war Thomas C. der ranghöchste deutschsprachige IS-Kommandant. Die Schweizer Behörden ermittelten gegen ihn.

Die Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat. Foto: Murat Sezer (Reuters)

Die Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat. Foto: Murat Sezer (Reuters)

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­Der Schweizer Thomas C. soll als hochrangiger IS-Terrorist hinter Anschlagsplänen in Deutschland stecken, die von den Behörden vereitelt wurden. Dies berichtet die «Zeit». Monatelang hätten der deutsche und der amerikanische Auslandsgeheimdienst versucht, die Identität des geheimnisumwitterten Terroristen mit dem Kriegsnamen Abu Mussab al-Almani herauszufinden.

Am Ende seien sie nicht auf einen deutschen Staatsbürger gestossen, wie der Aliasname vermuten lässt, sondern auf den Schweizer Konvertiten Thomas C. Dieser habe bis 2013, dem Jahr seiner Abreise nach Syrien, in Frankfurt am Main gewohnt. Der 1987 geborene Mann verhielt sich beim IS offenbar sehr vorsichtig. Er hatte eine ganze Reihe von Aliasnamen, darunter auch Abu Hajer und Abdullah as-Swissri.

Thomas C. wuchs als Kind von Schweizer Eltern in der Region Baden auf, lebte später in Zürich, Frankreich und Deutschland. In Zürich gründeten seine Eltern zwei Firmen im Bereich Beratung und Finanzen.

Der Anruf aus Syrien

In Syrien soll es Thomas C. laut dem Zeitungsartikel zum ranghöchsten IS-Kommandanten aus dem deutschsprachigen Raum gebracht haben. Er sei beim IS ein führender Kopf in der Abteilung für externe Operationen – sprich: Terroranschläge im Ausland – gewesen.

Wie diese Zeitung in Erfahrung brachte, erhielt seine Mutter, die zeitweise in Deutschland lebte, eines Tages einen Anruf aus Syrien. Ihr wurde mitgeteilt, dass ihr Sohn schwer verwundet worden sei. Er müsse in ein türkisches Krankenhaus gebracht werden, und sie solle bitte 40'000 Euro für die Behandlung überweisen.

Daraufhin informierte die Frau das Schweizer Generalkonsulat in Frankfurt. Spätestens seit damals sind auch die Schweizer Behörden im Bild. 2017 eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Verfahren. Laut dem «Zeit»-Artikel soll der Mann im Herbst 2017 im Alter von 32 Jahren ums Leben gekommen sein.

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 18.10.2018, 06:41 Uhr

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