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Schwere Vorwürfe an libysche Rebellen

Ein Bericht von Amnesty International beschuldigt die Rebellen illegaler Tötungen und der Folter. Die Nato geht den Aufständischen beim Sturm auf Ghadhafis letzte Bastionen tatkräftig zur Hand.

ami
Aus vollen Rohren: Rebellen schiessen vor Sirte Raketen ab. (24. September 2011)
Aus vollen Rohren: Rebellen schiessen vor Sirte Raketen ab. (24. September 2011)
Reuters
Kommen nicht weiter: Zwei Rebellen halten in Bani Walid Ausschau nach Ghadhafis Truppen. (22. September 2011)
Kommen nicht weiter: Zwei Rebellen halten in Bani Walid Ausschau nach Ghadhafis Truppen. (22. September 2011)
Keystone
Nach einem Nato-Angriff steigen über der Stadt Sirte Rauchsäulen hoch. (21. September 2011)
Nach einem Nato-Angriff steigen über der Stadt Sirte Rauchsäulen hoch. (21. September 2011)
Reuters
Fahren jetzt schwerere Geschütze auf: Rebellen bei der Testfahrt mit einem Panzer, der soeben an der Front in Bani Walid angekommen ist. (21. September 2011)
Fahren jetzt schwerere Geschütze auf: Rebellen bei der Testfahrt mit einem Panzer, der soeben an der Front in Bani Walid angekommen ist. (21. September 2011)
Reuters
Ein libyscher Rebell schiesst eine Rakete auf Ghadhafis Geburtsstadt Sirte. (19. September 2011)
Ein libyscher Rebell schiesst eine Rakete auf Ghadhafis Geburtsstadt Sirte. (19. September 2011)
Reuters
Festgefahren: Libysche Rebellen feuern auf Bani Walid. (18. September 2011)
Festgefahren: Libysche Rebellen feuern auf Bani Walid. (18. September 2011)
Keystone
Treffen auf erbitterten Widerstand: Die Aufständischen schützen sich vor den Angriffen der Ghadhafi-Truppen.(18. September 2011)
Treffen auf erbitterten Widerstand: Die Aufständischen schützen sich vor den Angriffen der Ghadhafi-Truppen.(18. September 2011)
Reuters
Haben Sirte umkreist: Die libyschen Rebellen 35 Kilometer westlich der Ghadhafi-Hochburg Sirte. (16. September 2011)
Haben Sirte umkreist: Die libyschen Rebellen 35 Kilometer westlich der Ghadhafi-Hochburg Sirte. (16. September 2011)
Reuters
Endspurt? Ein Rebellen-Konvoi auf dem Weg zur Front in Bani Walid. (16. September 2011)
Endspurt? Ein Rebellen-Konvoi auf dem Weg zur Front in Bani Walid. (16. September 2011)
/AP, Keystone
Rebellen auf dem Vormarsch: Bombardements östlich von Sirte. (16. September 2011)
Rebellen auf dem Vormarsch: Bombardements östlich von Sirte. (16. September 2011)
Reuters
Ein libyscher Rebell nahe der Ghadhafi-Hochburg. (16. September 2011)
Ein libyscher Rebell nahe der Ghadhafi-Hochburg. (16. September 2011)
Keystone
Sind in Sirte auf Widerstand gestossen: Anti-Ghadhafi-Kämpfer westlich der Hochburg des ehemaligen libyschen Machthabers.
Sind in Sirte auf Widerstand gestossen: Anti-Ghadhafi-Kämpfer westlich der Hochburg des ehemaligen libyschen Machthabers.
Reuters
Noch 40 Kilometer bis zur Geburtsstadt Ghadhafis: Bewaffnete Pick-ups der Rebellen auf dem Weg nach Sirte. (15. September 2011)
Noch 40 Kilometer bis zur Geburtsstadt Ghadhafis: Bewaffnete Pick-ups der Rebellen auf dem Weg nach Sirte. (15. September 2011)
Reuters
Ermüdende Kämpfe: Ein Aufständischer an einem Checkpoint vor Bani Walid. (13. September 2011)
Ermüdende Kämpfe: Ein Aufständischer an einem Checkpoint vor Bani Walid. (13. September 2011)
Keystone
Eine wegweisende Rede: Übergangsrats-Chef Mustafa Abdul Jalil hält auf dem zentralen «Platz der Märtyrer» in Tripolis seine erste Rede. (12. September 2011)
Eine wegweisende Rede: Übergangsrats-Chef Mustafa Abdul Jalil hält auf dem zentralen «Platz der Märtyrer» in Tripolis seine erste Rede. (12. September 2011)
/AP, Keystone
Die Kämpfer und das befreite Volk lauschen seinen Worten.
Die Kämpfer und das befreite Volk lauschen seinen Worten.
/AP, Keystone
An Jalils Seite: Abdel Hakim Belhaj (links) der Rebellenkommandeur von Tripolis empfängt den Chef des Übergangsrates am Flughafen der Hauptstadt. (10. September 2011)
An Jalils Seite: Abdel Hakim Belhaj (links) der Rebellenkommandeur von Tripolis empfängt den Chef des Übergangsrates am Flughafen der Hauptstadt. (10. September 2011)
Keystone
Ihr Ziel ist die symbolträchtige Stadt Sirte: Hunderte bewaffnete Pick-ups machen sich auf den Weg, um den Geburtsort Ghadhafis anzugreifen. (11. September 2011)
Ihr Ziel ist die symbolträchtige Stadt Sirte: Hunderte bewaffnete Pick-ups machen sich auf den Weg, um den Geburtsort Ghadhafis anzugreifen. (11. September 2011)
AP/Keystone
An der Artillerie-Linie, rund 90 Kilometer vor Sirte: Rebellen feuern eine Haubitze ab. (8. September 2011)
An der Artillerie-Linie, rund 90 Kilometer vor Sirte: Rebellen feuern eine Haubitze ab. (8. September 2011)
Reuters
An der Strasse von Misrata nach Sirte: Ein Rebellenkämpfer prüft seinen Raketenwerfer. (12. September 2011)
An der Strasse von Misrata nach Sirte: Ein Rebellenkämpfer prüft seinen Raketenwerfer. (12. September 2011)
AFP
Mittlerweile haben sich die Anti-Ghadhafi-Kräfte zu einer regelrechten Armee entwickelt: Ein Panzer wird in Tessain, rund 90 Kilometer vor Sirte, in  Richtung Front verschoben. (11. September 2011)
Mittlerweile haben sich die Anti-Ghadhafi-Kräfte zu einer regelrechten Armee entwickelt: Ein Panzer wird in Tessain, rund 90 Kilometer vor Sirte, in Richtung Front verschoben. (11. September 2011)
Reuters
Die Truppen des langjährigen Diktators leisten aber weiter Widerstand: Dieser Rebellenkämpfer (im Spital von Om Qandil, 90 Kilometer westlich von Ras Lanuf) wurde im Raketenhagel von Ghadhafis Kämpfern verletzt. (9. September 2011)
Die Truppen des langjährigen Diktators leisten aber weiter Widerstand: Dieser Rebellenkämpfer (im Spital von Om Qandil, 90 Kilometer westlich von Ras Lanuf) wurde im Raketenhagel von Ghadhafis Kämpfern verletzt. (9. September 2011)
Reuters
Nach dem Angriff auf Ghadhafi-Truppen: Ein Rebellenkämpfer rettet Munition aus einem brennenden Fahrzeug. (11. September 2011)
Nach dem Angriff auf Ghadhafi-Truppen: Ein Rebellenkämpfer rettet Munition aus einem brennenden Fahrzeug. (11. September 2011)
EPA/Keystone
Auch bei der Belagerung der zweiten Ghadhafi-Hochburg kommen immer wieder Rebellen ums Leben: Aufständische trauern vor Bani Walid um ihre gefallenen Kameraden. (11. September 2011)
Auch bei der Belagerung der zweiten Ghadhafi-Hochburg kommen immer wieder Rebellen ums Leben: Aufständische trauern vor Bani Walid um ihre gefallenen Kameraden. (11. September 2011)
Reuters
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Nato-Kampfflugzeuge haben nach Angaben des Bündnisses eine Reihe von Zielen in den noch von Gaddafi-treuen Einheiten gehaltenen Städten Libyens angegriffen. Dabei seien gestern eine Radarstation, 13 Boden-Luft-Raketensysteme und Abschussvorrichtungen, ein gepanzertes Fahrzeug und zwei Kommandofahrzeuge nahe Sirte, der Heimatstadt des früheren libyschen Machthabers Muammar Ghadhafi, getroffen worden, teilte die Nato heute mit.

In der Nähe der Wüstenstadt Sabha im Süden des Landes seien ausserdem sechs Panzer und zwei gepanzerte Kampffahrzeuge zerstört worden. Beide Städte sowie der Ort Bani Walid werden noch immer von Ghadhafi-Kämpfern gehalten. Eine am Freitag begonnene Offensive der ehemaligen Rebellen auf Bani Walid ist angesichtes des Widerstands der Ghadhafi-Anhänger ins Stocken geraten.

Flüchtlinge in Kampfgebiet gestrandet

Bei ihrem Kampf gegen die Herrschaft Ghadhafis machten sich laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International auch Anhänger der ehemaligen Rebellen rechtswidriger Tötungen und Folter schuldig. Die Verbrechen, die Ghadhafi-Truppen begangen hätten, seien zwar grösser und die Liste länger, dennoch seien die Verbrechen der früheren Rebellen nicht unerheblich, heisst es in dem heute Dienstag veröffentlichten Bericht. Darin werden auch Übergriffe gegen Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara angeprangert.

Über 3000 meist aus dem südlicheren Afrika stammende Migranten stecken nach Informationen der Internationale Organisation für Migration (IOM) in einem Lager nahe der umkämpften Stadt Sabha fest. Ihnen drohe die Nahrung auszugehen, warnte die IOM heute in Genf. Sprecherin Jemini Pandya sagte, das Aufnahmezentrum verfüge auch weder über fliessendes Wasser noch über Strom. Aus der Stadt sei ausserdem Maschinengewehrfeuer gemeldet worden, und die Sicherheitslage verschlechtere sich. Die IOM versuche einen Korridor einzurichten, durch den die Flüchtlinge aus Sabha herausgebracht werden können.

Jalill spricht in Tripolis

In Tripolis versuchte der Präsident des Nationalen Übergangsrats, Mustafa Abdul Dschalil, gestern Abend, das Land wieder in Richtung Normalität zu steuern. Vor Tausenden Libyern rief er in einer Ansprache in Tripolis zur Schaffung eines demokratischen Staates auf Basis des islamischen Rechts mit starken zivilen Institutionen auf. Die Ansprache war die grösste öffentliche Versammlung von Anführern der Revolution seit der Erstürmung der Hauptstadt Tripolis. Die Mitglieder des Nationalen Übergangsrats, der neuen Führung Libyens, sind im Laufe der vergangenen Woche von Bengasi nach Tripolis gereist, um mit der Bildung einer neuen Regierung zu beginnen.

China teilte einen Tag nach der Anerkennung des Übergangsrats mit, das Gremium habe versprochen, alle noch mit der Regierung Ghadhafi geschlossenen Verträge zu respektieren. Aussenministeriumssprecherin Jiang Yo sagte heute in Peking, der Nationale Übergangsrat habe gesagt, er werde alle existierenden bilateralen Verträge anerkennen.

Ghadhafi-Generäle beantragen Asyl

Unterdessen verhandeln offenbar drei ranghohe Generäle der Ghadhafi-Streitkräfte in Niger die Anerkennung als politische Flüchtlinge. Das teilte ein an den Gesprächen beteiligter Vertreter der nigrischen Stadt Agadez mit. Dort hielt sich demnach noch immer Ghadhafis Sohn Al-Saadi auf.

Die Generäle trafen gestern Abend in der Hauptstadt Niamey ein. Bei ihrer Ankunft hätten Mitglieder der Kolonne ihre Waffen abgeben müssen, sagte der Gewährsmann. Führer der Volksgruppe der Tuareg drängen die nigrische Regierung demnach, einer offiziellen Aufnahme der früheren Ghadhafi-Getreuen zuzustimmen.

(sda/AFP)

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