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Selbstmordattentäter tötet Mitarbeiter eines Kinderhilfswerks

Eine Autobombe zerfetzte einen Bus der UNO im Nordosten Somalias. Mindestens neun Menschen starben. Der Täter hat offenbar selber für die Vereinten Nationen gearbeitet.

Mindestens sieben Tote: Eine Bombe explodierte am Fahrzeug der UNO-Mitarbeiter.
Mindestens sieben Tote: Eine Bombe explodierte am Fahrzeug der UNO-Mitarbeiter.
EPA/STR, Keystone

In Somalia hat sich ein islamistischer Selbstmordattentäter in einem Mini-Bus des UNO-Kinderhilfswerks Unicef in die Luft gesprengt und mindestens neun Menschen mit in den Tod gerissen. Die Opfer des Anschlags in der Stadt Garowe sind somalische und ausländische UNO-Mitarbeiter.

Der Täter habe offenbar auch für die Vereinten Nationen gearbeitet, betonte der Polizeichef der Stadt, Ahmed Abdullahi Samatar Layli. Woher die anderen getöteten Ausländer stammten, war zunächst unbekannt. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden. Die islamistische Terrororganisation Al-Shabaab bekannte sich zu der Tat.

UNO-Beauftragter ist «schockiert»

Unicef sprach in einer ersten Stellungnahme von vier Toten und vier Schwerverletzten. Der Anschlag ereignete sich demnach, als die UNO-Mitarbeiter auf dem normalerweise nur drei Minuten langen Weg von ihrem Gemeinschaftshaus zur Arbeit im UNO-Gebäude waren.

Die getöteten Kollegen seien ein integraler Bestandteil der Mission von Unicef vor Ort gewesen, um die Lebensbedingungen für Somalis zu verbessern, hiess es. Der UNO-Beauftragte für Somalia, Nicholas Kay, sagte auf Twitter, er sei «schockiert und entsetzt» über den tödlichen Anschlag.

Ein Kämpfer Al-Shabaabs sagte einer der Gruppe nahestehenden Webseite zufolge, die meisten der zehn Toten seien Ausländer. Die Terrorgruppe bekämpft auch die internationalen Truppen, die versuchen das seit über zwei Jahrzehnten von Kriegswirren gezeichnete Land am Horn von Afrika zu stabilisieren.

Anschläge im Norden Somalias sind selten. Eher kommt es im Süden des kriegszerrütteten Landes zu Attacken. Soldaten der internationalen Friedenstruppen Amisom gerieten am heute Morgen im Süden Somalias in einen Hinterhalt. Dabei wurden laut einer Pressemitteilung drei von ihnen getötet. Al-Shabaab behauptete hingegen, ihre Kämpfer hätten zehn Soldaten getötet. Vergangene Woche wurden bei einem Angriff auf das somalische Bildungsministerium zehn Menschen getötet. Sie bekannte sich zudem zu dem tödlichen Angriff auf die Universität von Garissa in Kenia Anfang April, bei dem 148 Menschen getötet wurden.

AP/hvw

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