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Sharif erklärt sich in Pakistan zum Sieger

Noch vor Bekanntwerden offizieller Wahlergebnisse hat sich Pakistans Ex-Premier Nawaz Sharif zum Sieger erklärt. Auch Ex-Cricket-Star Khan dürfte laut ersten Auszählungen gut abgeschnitten haben.

Comeback eines Exilanten: Nawaz Sharif winkt an einer Wahlkampfveranstaltung seinen Anhängern zu. (5. Mai 2013)
Comeback eines Exilanten: Nawaz Sharif winkt an einer Wahlkampfveranstaltung seinen Anhängern zu. (5. Mai 2013)
AFP
Siegesgewiss: Der pakistanische Ex-Premierminister Nawaz Sharif lässt sich am Wahlabend von seinen Anhängern feiern. (11. Mai 2013)
Siegesgewiss: Der pakistanische Ex-Premierminister Nawaz Sharif lässt sich am Wahlabend von seinen Anhängern feiern. (11. Mai 2013)
Keystone
Der bisherigen Regierung droht eine Niederlage: Ein Pakistaner gibt seine Stimme per Fingerabdruck ab. (11. Mai 2013)
Der bisherigen Regierung droht eine Niederlage: Ein Pakistaner gibt seine Stimme per Fingerabdruck ab. (11. Mai 2013)
Reuters
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Der ehemalige Regierungschef Nawaz Sharif hat sich zum Sieger der historischen Parlamentswahl in Pakistan erklärt. Seine Mitte-rechts-Partei Pakistanische Muslimliga (PML-N) habe den Urnengang heute gewonnen, sagte Sharif vor Hunderten jubelnden Anhängern in Lahore.

Die Pakistanische Gerechtigkeitsbewegung (PTI) von Ex-Cricket-Star Imran Khan räumte ihre Niederlage ein. Sharif lud alle anderen Parteien ein, bei der Lösung der Probleme des Landes zu helfen. Inoffiziellen Teilergebnissen zufolge erreicht keine der angetretenen Parteien eine einfache Mehrheit. Sharif selbst erzielte ein Direktmandat in seinem Wahlkreis in der Provinz Punjab. Sharif war von 1990 bis 1993 erstmals Regierungschef, von 1997 bis 1999 dann erneut.

Kandidat im Spital

Das führende PTI-Mitglied Assad Omar sagte dem privaten Fernsehsender Geo, die PML-N sei stärkste Kraft geworden. Dazu gratuliere er. Khan selbst werde sich später äussern. Der PTI-Spitzenkandidat liegt nach einem Sturz bei einer Wahlkampfveranstaltung von einer Hebebühne im Spital. Die PTI dürfte es bei dem Urnengang landesweit auf den zweiten Platz schaffen. Khan, der für Reformen und ein Ende der Korruption eintritt, erhielt ein Direktmandat in Peshawar.

Der scheidende Regierungschef Raja Pervez Ashraf wurde abgestraft und verlor sein Direktmandat in Rawalpindi an den relativ unbekannten Rava Javed Ikhlas, der über 55'000 Stimmen mehr erhielt als Ashraf.

Nachdem die Wahllokale wegen des grossen Andrangs länger als geplant geöffnet waren, wurde in der Nacht auf morgen weiter ausgezählt. Die Beteiligung an der historischen Abstimmung lag laut einem Sprecher der Wahlkommission am Abend bei mehr als 50 Prozent und könnte auf bis zu 60 Prozent steigen. Insgesamt waren 86 Millionen Pakistaner wahlberechtigt.

Historische Wahl

In diesem Jahr wird zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit 1947 eine Regierung nach dem Ende ihrer Amtszeit durch eine gewählte Nachfolgerin abgelöst. 272 der insgesamt 342 Parlamentssitze werden neu vergeben. In mehr als 30 Wahllokalen im Wahlkreis Karachi ordnete die Wahlkommission neue Abstimmungen wegen Unregelmässigkeiten an.

Bei Gewalttaten am Wahltag starben landesweit mindestens 24 Menschen. Mehr als 600'000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um den Urnengang zu sichern. Die Grenzen zu Afghanistan und dem Iran wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen. Bei Gewalttaten im Vorfeld der Wahl waren mindestens 127 Menschen getötet worden.

AFP/rbi

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