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Sie wollen keinen Frieden

Nach den Syriengesprächen in Lausanne sollten die Erwartungen nicht allzu hoch sein.

Zurück am Tisch, das war das Motto der Syriengespräche in Lausanne. Man ist wieder da, wo man vor Wochen und Monaten auch schon war bei der Suche nach einem Weg für eine Waffenruhe, vor allem in Aleppo, für Hilfstransporte und eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche unter UNO-Vermittlung in Genf. Offiziell war es kein Zweiertreffen zwischen dem Amerikaner John Kerry und dem Russen Sergei Lawrow. Der Deal der beiden Aussenminister für eine Feuerpause ist obsolet und auch die Idee, dass die beiden Mächte unter sich einen Frieden für Syrien aushandeln könnten.

Nun soll ein neues Format unter Beteiligung der einflussreichen Regionalmächte Fortschritte bringen. Das hört sich gut an, sind doch Iraner und Saudis und Türken am Boden mit einigem Einfluss ausgestattet. Doch die Erwartungen sollten nicht allzu hoch sein. Auch die engere Einbeziehung dieser Akteure vermag nicht die grundlegenden Interessengegensätze aufzuheben, die einer politischen Lösung des Konflikts entgegenstehen und bislang noch jede Waffenruhe zum Kollaps gebracht haben.

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